Anhaltende Wirksamkeit von Teclistamab/Daratumumab
Ein klares Highlight beim ASH 2025 war die Phase-III-Studie Majes-TEC-3, deren Daten als Late Breaking Abstract vorgestellt wurden [1] und bereits im New England Journal of Medicine publiziert worden sind [2]. In der noch laufenden Studie evaluiert man bei Erkrankten mit rezidiviertem/refraktärem MM (r/r MM; n = 587) nach ein bis drei vorherigen Therapielinien die Wirksamkeit und Sicherheit einer Kombination aus dem bispezifischen Antikörper Teclistamab (Tec) – er bindet an das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) auf Myelomzellen und CD3 auf T-Zellen – und dem CD38-Antikörper Daratumumab (Dara) gegenüber den Standardkombinationstherapien Daratumumab, Pomalidomid und Dexamethason (DPd) oder Daratumumab, Bortezomib und Dexamethason (DVd). Die biologische Rationale für die Kombination aus Tec und Dara liegt in deren Wirkmechanismen begründet. Indem Dara immunmodulatorisch auf T-Zellen sowie die Tumormikroumgebung einwirkt und Teclistamab auf diese Weise den Boden bereitet, dürfte ein synergistisches Zusammenwirken beider Substanzen wahrscheinlich sein [3].
Wie Prof. María-Victoria Mateos, Salamanca, Spanien, berichtete, erreichte die Studie nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von knapp drei Jahren den primären Endpunkt einer Überlegenheit hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens (PFS) – und zwar in bisher nicht gekanntem Ausmaß. Nach einem medianen Follow-up von 34,5 Monaten war das mediane PFS unter Tec-Dara signifikant und klinisch relevant gegenüber DPd/DVd verlängert (nicht erreicht vs. 18,1 Monate; 36-Monats-PFS-Rate 83,4 vs. 29,7 %) entsprechend einem um 83 % reduzierten Risiko für Progression oder Tod (HR 0,17; 95 %-Konfidenzintervall [95 %-KI] 0,12–0,23; p < 0,0001) (Abb. 1) [2].