Zugang zum IVD-Symposium
IVD-Symposium 2026
📅 6. Februar 2026 | 📍 München (TranslaTUM) & online als Livestream
Methoden der Labormedizin: Von der Technik zur Anwendung
Willkommen zum dritten IVD-Symposium, das am Freitag, 6. Februar 2026 im TranslaTUM München stattfinden wird. Diese neue Veranstaltungsserie der Trillium Akademie startete 2024 höchst erfolgreich mit 100 Teilnehmenden vor Ort und über 200 Gästen im Livestream – Besucherzahlen, die uns beweisen, dass wir mit unseren hochaktuellen Fortbildungsthemen aus der In-vitro-Diagnostik (IVD) einen wichtigen Bedarf entdeckt haben, der durch das richtige Veranstaltungsformat befriedigt werden konnte.
- In Kurzvorträgen informieren anerkannte Fachleute über die neuesten Entwicklungen in ihrem Fachgebiet. Diese werden in Podiumsdiskussionen gemeinsam mit dem Auditorium vertieft.
- Die Diagnostica-Industrie ist mit eigenen Pitches in den Pausen vertreten und damit essenzieller Bestandteil des wissenschaftlichen Programms. Interessierte treffen sich anschließend am Stand zur Diskussion von Details.
- Alle Symposien der Trillium Akademie finden sowohl vor Ort als auch im Livestream statt. So sind sie ein geschätzter Ort für persönliche Begegnungen in einem beinahe familiären Rahmen geworden und gleichzeitig offen für Interessierte, die nicht selbst anreisen können oder nur Teile des Programms mitnehmen möchten.
Diese konzentrierte und hochwertige Fortbildung im Ein-Tages-Format ist inzwischen das unverwechselbare Markenzeichen all unserer Symposien.
Schwerpunkte 2026
- Zelluläre Diagnostik
(Vorsitz Prof. Dr. med. Rudolf Gruber und Prof. Dr. med Ulrich Sack) - Molekulardiagnostik
(Vorsitz Prof. Dr. med. Stefan Holdenrieder) - Ein Blick in die Zukunft: Labor 4.0
(Vorsitz Prof. Dr. med. Andreas Ambrosch)
Session 1: Zelluläre Diagnostik
In der ersten Session treffen drei Vorträge aufeinander, die ein gemeinsames Zukunftsbild des Labors als „Partner der personalisierten Medizin“ zeichnen. Zweimal geht es um T-Zellen aus unterschiedlicher Perspektive: CAR-T-Zellen sind umprogrammierte Immunzellen, die als neuartige Waffe gegen Krebs eingesetzt werden und neue Labormethoden für die Qualitätskontrolle und das Therapiemonitoring benötigen (PD Dr. Dr. M. Friedrich), während die T-Zell-Immunantwort auf Mykobakterien bei der Elispot-Analytik hochempfindliche Nachweise ermöglicht, wenn direkte Erregernachweise versagen (Prof. Dr. B.T. Belay).
Im dritten Beitrag dieser Session spricht Prof. Dr. Torsten Haferlach über den Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Mustererkennung in der Hämatoonkologie. In der Podiumsdiskussion gehen wir unter anderem der Frage nach, wie sich die Rolle des Menschen verändert, wenn Maschinen Muster erkennen und deuten können, die dem Auge verborgen bleiben und dem Gehirn nicht mehr zugänglich sind.
Session 2: Molekulardiagnostik
Die Molekulardiagnostik durchläuft gerade ihre vielleicht bedeutendste Transformation seit der Erfindung der PCR. Die digitale PCR setzt durch direkte Zählung von Nukleinsäuremolekülen neue Standards der Sensitivität und stellt zugleich akkreditierte Labore vor die spannende Frage: Wie etablieren wir Qualitätsmanagement, metrologische Rückverfolgbarkeit und Vergleichbarkeit klinischer Studien für eine Technologie, die selbst auf dem Weg ist, zum Primärstandard zu werden (Dr. E. Valiente)?
Der Nachweis von tumorspezifischen DNA-Mutationen im Blut hat die Krebsdiagnostik in den letzten Jahren enorm bereichert, doch mit der Analyse von DNA-Methylierungen und Histonmodifikationen erschließen wir nach der strukturellen nun auch die funktionelle Ebene. Das Liquid Profiling 2.0 gibt uns neue Einblicke in Tumorentwicklung, unterstützt das Verlaufsmonitoring und verbessert möglicherweise auch die Krebsfrüherkennung (Prof. H. Sültmann).
Zum Abschluss der zweiten Session berichtet Prof. J. Korbel über den Paradigmenwechsel, den die Long-Read-Sequenzierung in der NGS-Diagnostik eingeläutet hat. Tausende von Basenpaaren können mit neuen Techniken in einem einzigen Lauf analysiert werden, komplexe Strukturvarianten und repetitive Regionen, die sich bislang der Analyse entzogen, werden plötzlich sichtbar.
Alle drei Technologien – so unterschiedlich sie auf den ersten Blick erscheinen mögen – werfen ähnliche Fragen für die Podiumsdiskussion auf: Wie verarbeiten wir die Datenmassen, die alle bisherigen Dimensionen sprengen? Wie interpretieren wir die überaus komplexen Ergebnisse und wie integrieren wir diese Verfahren in qualitätskontrollierte, akkreditierte Workflows?
Session 3: Labor 4.0
Die Laboratoriumsmedizin steht aufgrund von Kostenzwängen, Personalverknappung und rasanter technologischer Entwicklung vor einem nie dagewesenen Umbruch. Wird womöglich „POCT der Zukunft“ das Zentrallabor ersetzen? Wir befinden uns seit der Jahrtausendwende in der „dritten Generation“ der Total Laboratory Automation, in der die ständig zunehmende Zentralisierung und Verdichtung der Labordiagnostik zum scheinbar unumstößlichen Paradigma wurde. Die vierte Generation könnte durch Miniaturisierung, Vernetzung und künstliche Intelligenz eine umfassende Dezentralisierung der Routinediagnostik ermöglichen. Prof. P. Luppa eröffnet diesen letzten Teil der Veranstaltung mit Techniken für das Labor 4.0, die teils nahe an der Markteinführung, teils noch visionär sind.
One shot hits all – das ist das Motto der infektiologischen Paneldiagnostik, die derzeit unter dem Stichwort syndromisches Testen auf den Markt drängt. Dabei werden ganze Panels respiratorischer oder gastrointestinaler Erreger in einem einzigen Arbeitsgang erfasst. Die entscheidende Frage ist allerdings, wie sinnvoll diese umfängliche Diagnostik im Zeitalter von maßgeschneiderter und individualisierter Medizin tatsächlich ist (PD Dr. Dr. M. Stürmer).
Die Interpretation von immunhämatologischen Befunden und die adäquate Versorgung von Patienten mit Blutprodukten ist inzwischen tatsächlich aus der Ferne möglich – und das in einem Bereich, der maximal durch die Gesetzgebung geregelt ist. Über Möglichkeiten und Grenzen der praktischen Umsetzung wird uns Dr. T. Martel aufgrund seiner Erfahrungen an einem Krankenhaus der Schwerpunktversorgung berichten.
Podiumsdiskussion: Kompetenzen für das Labor der Zukunft
Moderation: Dr. med. Jakob Adler (Berlin)
Teilnehmende:
- Prof. Dr. med. Andreas Ambrosch (Regensburg)
- Johannes Böhm (Passau)
- Nadine Dicht (München)
- Prof. Dr. med. Stefan Holdenrieder (München)
- Christiane Maschek (Hannover)
Freuen Sie sich also auf ein vielfältiges Programm und wertvolle kollegiale Gespräche. Wir würden uns freuen, Sie Anfang nächsten Jahres in München begrüßen zu dürfen.
Für die Veranstaltung werden Fortbildungspunkte bei der Bayerischen Landesärztekammer beantragt. Es wurden 6 Credit Points für das freiwillige Fortbildungszertifikat des DIW-MTA und des DVTA zuerkannt.
Programm
| Uhrzeit | Programm |
| 08:45 | Registrierung |
| 09:00 | Begrüßung |
| 09:15 | Session I: Zelluläre Diagnostik Vorsitz: Prof. Dr. med. Rudolf Gruber und Prof. Dr. med. Ulrich Sack |
Podiumsdiskussion | |
| 10:45 | Kaffeepause und Industrieausstellung |
| 11:15 | Industrievorträge |
| 12:00 | Mittagspause und Industrieausstellung |
| 13:00 | Podiumsdiskussion: Kompetenzen für das Labor der Zukunft |
| 13:45 | Kaffeepause und Besuch der Industrieausstellung |
| 14:00 | Session II: Molekulardiagnostik Vorsitz: Prof. Dr. med. Stefan Holdenrieder |
Podiumsdiskussion | |
| 15:30 | Kaffeepause und Industrieausstellung |
| 16:00 | Session III: Ein Blick in die Zukunft – Labor 4.0 Vorsitz: Prof. Dr. med. Andreas Ambrosch |
Podiumsdiskussion | |
| 17:30 | Ende |
Die Veranstaltung findet statt unter der Schirmherrschaft von:
Teilnahmeoptionen & Preise
Basis-Ticket
Basis-Ticket* (obligatorisch): 49 €
Folgende Leistungen sind im Basis-Ticket enthalten:
- Zugriff per Livestream auf alle Vorträge
- Chat-Funktion während der Live-Vorträge
- Handouts der Vorträge als Download
- Allgemeine Teilnahmebescheinigung
- Fortbildungspunkte (CME-Punkte) der Bayerischen Landesärztekammer
- Fortbildungszertifikat des DIW-MTA
- Zugriff auf Aufzeichnung in der Mediathek
Vor-Ort-Ticket (Aufpreis)
Teilnahme an der Präsenzveranstaltung: 50,– € zusätzlich (inkl. Imbiss, Getränke und Kongressunterlagen – begrenzte Teilnehmerzahl)
Ort:
TranslaTUM München
Einsteinstraße 25 (Bau 522)
81675 München
Hier finden Sie eine Wegbeschreibung.
Das Vor-Ort-Ticket kann nur in Kombination mit dem Basis-Ticket gebucht werden.
Sämtliche Preise verstehen sich inkl. gesetzl. MwSt.
Industrieausstellung
Das Symposium wird von einer Industrieausstellung begleitet, die sowohl virtuell als auch vor Ort besucht werden kann.
Sponsoren, Ausstellerliste und Transparenzvorgabe
Die Tagung ist industriefinanziert. Wir informieren über die finanzielle Unterstützung der Industrie gemäß deren Mitgliedschaft im FSA e.V. (Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e.V.), im AKG e.V. (Arzneimittel und Kooperation im Gesundheitswesen) oder weil die Unternehmen die Veröffentlichung genehmigt haben.
Die Sponsoren- und Transparenzvorgabe finden Sie hier.
Bei Interesse an einer Teilnahme als Sponsor an unseren zukünftigen IVD-Symposien wenden Sie sich gerne an:
Ursula Mader – Trillium Akademie –
Tel.: +49 8144 93905-15
E-Mail: ursula.mader[at]trillium[dot]de
Veranstalter:
Trillium GmbH Medizinischer Fachverlag
Jesenwanger Str. 42b
82284 Grafrath
Kontakt und weitere Informationen:
Ursula Mader – Trillium Akademie –
Tel.: +49 8144 93905-15
E-Mail: ursula.mader[at]trillium[dot]de