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VeRIf: Verifikation von Referenzintervallen
Thema: Verifikation und Bewertung von Referenzintervallen aus Routinelaborwerten unter Verwendung der indirekten Methoden reflimR und refineR sowie des maschinellen Lernens mit dem R-Paket mclust.
Eingabe: Numerische Laborwerte
Ausgabe: Verifizierte bzw. geschätzte Referenzintervalle (mit grafischer Auswertung und Ampelanzeigen)
Einführung in R: Erste Schritte
Georg Hoffmann
2022-07-04
Inhalt
- Hintergrund und Installation
- Rechnen auf der R-Konsole
- Daten erzeugen und verarbeiten
- Grafiken erzeugen und formatieren
Das Softwarewerkzeug R ist seit 1995 unter einer General Public License verfügbar. Mit der Gründung des weltweiten Servernetzes Comprehensive R Archive Network CRAN im Jahr 1998 und der gemeinnützigen Stiftung R Foundation im Jahr 2002 begann der Siegeszug dieser Software und Programmiersprache, insbesondere in der Welt der Statistik, der Bioinformatik und den Data Sciences. Heute rangiert R konstant unter den zwanzig am häufigsten eingesetzten Programmiersprachen der Welt.
Einfache Verfahren zur Überprüfung von Referenzintervallen
Georg Hoffmann (1), Frank Klawonn (2)
2022-06-15
- Trillium GmbH Med. Fachverlag, Grafrath
- Helmholtzzentrum für Infektionsforschung (HZI), Braunschweig
Hintergrund und Aufgabenstellung
Nach nationalen und internationalen Vorschriften sind medizinische Laboratorien verpflichtet, alle Referenzintervalle (RI) zu überprüfen, die sie aus Produktblättern oder anderen externen Quellen übernommen haben (Sack U & Özçürümez M 2019, Hoffmann 2020). Definitionsgemäß umfassen RI die zentralen 95 % von Laborwerten, die an gesunden Referenzpersonen gemessen wurden. Die leitliniengerechte Identifizierung und Rekrutierung solcher Personen ist allerdings in der Praxis aus Zeit- und Kostengründen nicht realisierbar.
Deshalb werden heute vorwiegend indirekte Verfahren eingesetzt, die es erlauben, aus Routinewerten die „vermutlich nichtpathologischen“ Werte zu identifizieren und deren nicht direkt ablesbare Referenzgrenzen über mathematische Parameter zu schätzen. Dies ist organisatorisch deutlich einfacher als das direkte Verfahren, erfordert dafür aber statistischen Mehraufwand, der oft mit langen Rechenzeiten und hohen Anforderungen an die Fallzahlen verbunden ist.
In diesem Beitrag geht es um die reine Überprüfung, ob vorgegebene Referenzgrenzen zu den lokalen Gegebenheiten hinsichtlich Analytik und Postanalytik passen oder nicht. Hierfür kann und sollte kein so großer Aufwand betrieben werden wie für die De-novo-Bestimmung von Referenzintervallen. Wir stellen hier einfache grafische Verfahren vor, die es erlauben, mit geringem mathematischem Aufwand und moderaten Fallzahlen zu prüfen, welche Referenzintervalle im Laborinformationssystem akzeptiert werden können und welche einer Korrektur bedürfen.
Statistik
Vier-Felder-Tafel/Bayes-Formel
Thema: Bewertung diagnostischer Tests
Eingabe: Prävalenz, Sensitivität, Spezifität
Ausgabe: Prädiktive Werte (nPV, pPV)
Besonderheiten: Excel-Blatt mit Schiebereglern zum Einstellen der Eingabewerte
RefLim: Excel-Programm zur Berechnung von Referenzintervallen
RefLim
Thema: Ermittlung und Überprüfung von Referenzintervallen
Eingabe: Laborwerte im Excel- und Textformat (.xls, .xlsx, .csv, .txt)
Ausgabe: kommentierte Referenzintervalle
Voraussetzungen: MS Excel unter Windows (nicht MacOS, Linux etc.)*
Besonderheiten: Auswertung von Routine-Labordaten mit bis zu 20% pathologischen Werten möglich.
*Die xlsm-Datei enthält Makros, die beim Start aktiviert werden müssen. Evtl. erhalten Sie eine Firewall-Warnung, die Sie akzeptieren müssen, um das Programm herunterzuladen.