Akademie für Immunologie – Modul 1: Herbstschule

DGfI-Programme zur Weiterbildung

Die Herbstschule „Current Concepts in Immunology“ ist Teil der Akademie für Immunologie der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI). Sie bildet zusammen mit den Modulen Spring School on Immunology, Translational Immunology School und dem Zertifizierungsprogramm Fachimmunologe DGfI das aktuelle Aus- und Fortbildungsangebot der DGfI.

Für wen ist die Herbstschule gedacht?

Das Ausbildungskonzept der Herbstschule richtet sich an Einsteiger, die nach ihrer naturwissenschaftlichen oder medizinischen Ausbildung eine Promotion in der Immunologie anstreben. Die direkten Adressaten sind daher naturwissenschaftliche und medizinische Doktoranden in der Anfangsphase ihrer Dissertation sowie Studierende, die kurz vor dem Abschluss ihrer Masterarbeit stehen. Aber auch Quereinsteiger und  bereits Promovierte, die ihren immunologischen Hintergrund auffrischen möchten, sind willkommen.

Inhalte und Ziele der Herbstschule

Die englischsprachige Herbstschule „Current Concepts in Immunology“ verfolgt drei Ziele. Vorrangig soll den Teilnehmern eine umfassende „immunologische Allgemeinbildung“ als unerlässliche Basis für ihre Promotion in der Immunologie vermittelt werden. Es werden grundlegende, aber auch kontroverse Konzepte der Immunologie vermittelt und auch wichtige immunologische Erkrankungen diskutiert. Die Vorträge renommierter und etablierter Immunologinnen und Immunologen aus dem In- und Ausland konzentrieren sich dabei auf Schwerpunkte, wie die Organisation und Evolution des Immunsystems, die genetische Grundlage der Bildung des Immunrepertoires, die Erkennung von Eigen- und Fremdantigenen, die Entwicklung und Selektion von Lymphozyten, die Aktivierungs- und Effektormechanismen von Immunzellen und die Kommunikation und Kooperation im Immunsystem.  
Das Motto der Herbstschule ist daher: „Immunologische Konzepte statt systematische Einzelfakten, mehr Fragen als Antworten, mehr Widersprüche als Dogmen“. So soll ein übergeordnetes Verständnis für Zusammenhänge, Abläufe und Wechselwirkungen im Immunsystem erlangt werden.
Ein zweites Ziel, das sich von anderen Ausbildungskonzepten abhebt, ist die aktive Beteiligung der Teilnehmer am Programm. Dies erfolgt durch intensive „Questions & Answers“ Sessions nach jedem Vortrag und durch Kleingruppendiskussionen zu speziellen Forschungsthemen, neuen technischen Durchbrüchen und Soft-Skill-Tools. Bei „Meet-the-Speakers“ während dem Mittag- und Abendessen, sowie während der Poster-Sessions können zudem alle Teilnehmer die eigene Forschung mit den Dozenten und anderen Teilnehmern der Herbstschule intensiv diskutieren. Mit „Meet-the-Companies“ wurde ein Konzept geschaffen, das allen Teilnehmern den Kontakt mit den anwesenden Industrieteilnehmern ermöglicht, um so mehr über potenzielle Arbeitgeber und deren Produkte zu erfahren.
Schließlich soll der intensive Austausch zwischen Teilnehmern, Dozenten und Sponsoren den Aufbau von engen und persönlichen Kontakten in einer sehr frühen Phase der beruflichen Laufbahn ermöglichen. Dies wird nicht nur den Austausch von technischem Know-how und Reagenzien schon während der Promotionsarbeit fördern, sondern auch den Aufbau eines Netzwerkes mit Dozenten, anderen Doktoranden und Industrieteilnehmern ermöglichen.

2018 feiert die Herbstschule ihr 10-jähriges Jubiläum

Die erste Herbstschule wurde von Hans-Martin Jäck (Erlangen), Jürgen Wienands (Göttingen), Ria Baumgrass (Berlin), Sandra Beer-Hammer (Düsseldorf), Joachim R. Kalden (Erlangen), Herrmann Wagner (München), Elisabeth Lang (Erlangen) und Bettina Happel (Marburg) vom 4.–9. Oktober 2009 im malerischen Kurort Bad Schandau mit 25 Dozenten und 64 Teilnehmern organisiert. Seither hat sich die Schule unter Berücksichtigung der Bewertungen von mittlerweile insgesamt ca. 600 Teilnehmern stetig weiterentwickelt und als fester Bestandteil der Akademie für Immunologie etabliert. Wir möchten uns an dieser Stelle nicht nur bei allen 82 Sprechern der Herbstschule bedanken, sondern auch bei allen Sponsoren, ohne die die Durchführung der Schule nie möglich gewesen wäre. Wir freuen uns auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit und auf weitere zehn erfolgreiche Jahre.

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