Die Labormedizin leistet einen wichtigen Beitrag zur Prävention und Früherkennung. Einige klassische Marker haben sich zur Einschätzung von Mortalitätsrisiken und für die messbare Wirkung präventiver Schritte über einen längeren Zeitraum hinweg – beispielsweise im Fett- oder Zuckerstoffwechsel, bei unterschwelligen Entzündungen oder als Organfunktionsmarker – als besonders relevant erwiesen. Der Beitrag von Frau Lema Cachiguango ordnet diese Marker als Grundlage einer personalisierten Longevity-Medizin ein und schlägt dann eine Brücke zu Alterungsparametern wie Proteom-Ages einzelner Organsysteme oder GrimAge, dem präzisesten epigenetischen Prädiktor für die Lebens- und Gesundheitsspanne.
Viele dieser Punkte sind in der Fachwelt bekannt. Der Text bündelt sie jedoch in einem klaren Rahmen und setzt bewusst Akzente. Er lenkt den Blick darauf, was künftig stärker zählen dürfte: Verläufe sichtbar machen, Risiken früher fassen, Prävention messbar begleiten.
Die fachliche Vertiefung wird der Labormedizin zweifellos gelingen. Spannend bleibt, wie gut sich diese Perspektive auch außerhalb des Fachpublikums vermitteln lässt – sodass die Bedeutung der Labordiagnostik heute und künftig breiter wahrgenommen wird. Das ist eine passende Frage im Jubiläumsjahr des BDL.