Allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation: Junges Spendenalter für Stammzellspende beeinflusst Therapieerfolg

Für eine erfolgreiche allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation gilt die Übereinstimmung relevanter Merkmale der humanen Leukozytenantigene (HLA) als wichtigstes Kriterium zur Auswahl von Spendenden. Die Daten einer aktuellen retrospektiven Registerstudie weisen darauf hin, dass das biologische Alter der Spendenden den Transplantationserfolg stärker beeinflusst als bisher angenommen [Schetelig J et al. Leukemia. 2025;39(10):2523-32]. So ergab sich, dass Patienten im Alter von über 50 Jahren mit myeloiden Krebserkrankungen bei einer allogenen Stammzelltransplantation bessere Überlebenschancen haben, wenn die Stammzellen von jungen, HLA-kompatiblen, nicht verwandten Spendenden stammen als von älteren, HLA-identischen Geschwistern. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir den etablierten Standard der Spenderauswahl neu bewerten müssen“, betonte Prof. Johannes Schetelig, Leiter der Abteilung für Stammzelltransplantation am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und Direktor für klinische Forschung bei der DKMS in einer Pressemitteilung der DKMS.

Sabrina Kempe