Labordatenstandardisierung und Farbkodierung auf der Basis von Referenzintervallen

Fortbildungsreihe: Digitalisierung in der Labormedizin

Labordaten und elektronische Patientenakten

Der Labormedizin kommt bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen eine Schlüsselrolle zu: Labordaten sind die Grundlage vieler diagnostischer und therapeutischer Entscheidungen und stellen traditionell die Hauptmasse aller elektronisch übermittelten quantitativen  Daten dar. Künftig werden sie im Zuge des E-Health-Gesetzes von 2016 in noch weit größerem Umfang in elektronischen Patientenakten und anderen digitalen Repositorien gespeichert.

Ein Beitrag zur Patientensicherheit und medizinischen Interpretation

Ende 2016 wurde im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums der Wunsch an die DGKL e. V. herangetragen, einen Vorschlag zur Labordatenstandardisierung zu erarbeiten. Ziel sollte es vor allem sein, die Patientensicherheit bei der medizinischen Interpretation der Werte weltweit und lebenslang zu erhöhen, unabhängig von Methodik, Einheiten und anderen Faktoren. 2017 publizierten wir ein Verfahren [1], das eine intuitive, medizinisch gut interpretierbare Farbkodierung auf Basis sog. zlog-Werte ermöglicht. Dieses Verfahren wurde 2018/2019 noch erheblich verfeinert.

Im Workshop werden die Grundlagen des Verfahrens und seiner Weiterentwicklungen erläutert. Praktische Übungen demonstrieren die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von der medizinischen Interpretation über die Erstellung farbiger Laborbefunde bis hin zum Data Mining in großen Datensätzen.

[1] Hoffmann G. et al. Der zlog-Wert als Basis für die Standardisierung von Laborwerten. J Lab Med 2017; 41:23–32

LABORDATENSTANDARDISIERUNG UND FARBKODIERUNG

Format:

E-Learning-Kurs, sofort buchbar

Kosten:

290 € zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer *,**

* Bei Buchung mehrerer Kurse wird ein Rabatt gewährt: 2. Kurs 10%, 3. Kurs 15%, 4. Kurs 25%.
**Mitglieder des DIW-MTA, DVTA und der DGKL erhalten weitere 10% Rabatt

Referenten:Prof. Dr. Georg Hoffmann (Grafrath), Harald Maier (Altötting), 
Dr. Bernhard Wiegel (Passau), Prof. Dr. Frank Klawonn  (Braunschweig)
Teilnehmerzahl:Maximal 25
Kursziele: 
  • Die Teilnehmenden können die Bedeutung der Standardisierung von Laborwerten vor dem Hintergrund der Patientensicherheit und des E-Health-Gesetzes einschätzen.

  • Sie verstehen die theoretischen Grundlagen der zlog-Transformation von Laborwerten und der Berechnung standardisierter Farben für normale und pathologische Resultate.

  • Sie können standardisierte Laborwerte mit Excel® berechnen.

  • Sie sind in der Lage, zlog-Werte mithilfe von VBA-Funktionen in standardisierte RGB-Farben umzurechnen.

  • Die Teilnehmenden können die Ergebnisse der zlog-Transformation interpretieren.

 
Inhalte

 

 
  • Labordatenstandardisierung vor dem Hintergrund des E-Health-Gesetzes

  • Datennormalisierung mit zlog-Scores und ICN-Farbkodierung (Trillium Normalizer)

  • Praxisdemonstrationen (Interpretation, Befunddarstellung, Data Mining)

 
Benötigte Vorkenntnisse:sicherer Umgang mit Excel®
Technische Voraussetzungen:Die Teilnehmenden benötigen für den Kurs Laptop und MS Excel®.

 

E-Learning: Die Lehrinhalte des Kurses werden in Form von Videovorträgen und -tutorials, Vortragsunterlagen und Übungsanleitungen als PDF sowie Excel-Dokumenten zur Verfügung gestellt. Zudem werden die Teilnehmenden über Videokonferenzen oder ggf. Telefonate intensiv betreut, sodass niemand mit dem Stoff allein gelassen wird.

Die Kursinhalte können örtlich und zeitlich weitestgehend flexibel bearbeiten werden; die Teilnehmer arbeiten und lernen im eigenen Tempo und können bei Bedarf anspruchsvolle Stellen in den Vorträgen und Videopräsentationen der Übungen mehrfach anschauen.

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an:

Dr. Sabine Ramspott, sabine.ramspott[at]trillium[dot]de

Ursula Mader, ursula.mader[at]trillium[dot]de

Telefon: 08144 93905-15



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