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Der Trillium-Verlag steht für hochwertigen Fachjournalismus in der Medizin

Mit seinen beiden Zeitschriften Trillium Diagnostik und Trillium Krebsmedizin setzt sich der Trillium-Verlag für eine fundierte Berichterstattung über aktuelle Entwicklungen in Diagnostik und Therapie ein. Dabei berücksichtigen wir vor allem Themen von interdisziplinärer Bedeutung und versuchen, auch komplexe Zusammenhänge verständlich zu darzustellen.

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NEU! CME-zertifizierte Fortbildung jetzt auch online!

In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Fortbildungspunkte im Rahmen der Fortbildungsverpflichtung zu erwerben. Außerdem bietet Ihnen unser Portal kostenlos zertifizierte Themen zur Weiterbildung an.

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Mediadaten

Die Mediadaten für das neue Jahr sind ab jetzt verfügbar:

Trillium Diagnostik 2017

Trillium Krebsmedizin 2017


Aktuelle Printausgaben


Aktuelle Ausgaben Online verfügbar

Die Begleitdiagnostiker

Trillium Diagnostik Heft 3/2016

Prof. Poul Sorensen, Pathologe an der Universität Vancouver, Kanada, richtet in dieser Ausgabe einen Appell an seine deutschen Kollegen: Sie mögen sich doch in ihrer täglichen Arbeit nicht ausschließlich auf die Begleitdiagnostik für innovative Krebs­therapien fokussieren, sondern auch eigene Forschungskapazitäten aufbauen, um ihr Fach angesichts der vielen neuen Technologien im Umfeld der Companion Diagnostics wissenschaftlich weiterzuentwickeln. 

Da Trillium Diagnostik ja auch von vielen Kollegen anderer diagnostischer Disziplinen, insbesondere aus der Labormedizin und Mikro­biologie, gelesen wird, erreicht dieser Aufruf zusätzlich einige tausend weitere Ärzte und Naturwissenschaftler, die womöglich ebenfalls bereits zu reinen „Begleitdiagnostikern“ geworden sind. Sie können zwar stolz sein, in Deutschland ein extrem effizientes und kostengünstiges Dia­gnostiksystem aufgebaut zu haben: Nirgendwo sonst auf der Welt bekommt man so hohe Qualität zu so niedrigen Preisen. Aber ist die Labormedizin auch noch – wie in der Zeit von etwa 1960 bis 1990 – führend bei der Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren? Oder ist sie inzwischen so effizient und sparsam geworden, dass sie sich ihre eigene Zukunftsentwicklung nicht mehr leisten kann? 

Prof. Dr. Georg Hoffmann

Herausgeber


Immuntherapie - ein Meilstein in der Tumorbehandlung

Trillium Krebsmedizin H6/2016

Nach den vor gut eineinhalb Jahrzehnten eingeführten zielgerichteten Therapien wird seit wenigen Jahren mit der Immuntherapie in der Onkologie ein neuer Hoffnungsträger gefeiert, der nach allem, was wir bisher wissen, erstaunliche therapeutische Erfolge ermöglicht. Dieses Heft von Trillium Krebsmedizin gibt einen Überblick über einige Aspekte dieses Gebiets, das freilich gar nicht so neu ist, wie es derzeit häufig wahrgenommen wird:

Genau genommen gehen die Anfänge der Immuntherapie mehr als hundert Jahre zurück: Der Chirurg William Coley wurde Ende des 19. Jahrhunderts in New York auf Patienten aufmerksam, deren Krebserkrankung sich unter bakteriellen Infektionen gebessert hatte. Durch Injektion eines selbst entwickelte Präparats – „Coley´s Toxin“ – in Tumoren konnte er bereits gewisse Therapierfolge erzielen. Mit dem Aufkommen der Strahlen- und später der Chemotherapie geriet seine Entdeckung jedoch weitgehend in Vergessenheit. In der Behandlung des Blasenkarzinoms mit Bacillus Calmette-Guérin (BCG) lebt die Idee allerdings bis heute in der klinischen Praxis fort. 

Eingeführt wurde BCG durch die Arbeitsgruppe von Lloyd J. Old, der Ende der 1950er-Jahre am Memorial Sloan Kettering Cancer Institute in New York damit begann, das Fach der Tumorimmunologie zu entwickeln und im weiteren Verlauf unter anderem den Tumor­nekrosefaktor entdeckte. Der Weg war lang und steinig: Ältere Leser werden sich noch an die Euphorie erinnern, mit denen in den 1980er-Jahren die gentechnische Herstellung von Interferonen gefeiert wurde – mancher glaubte damit den Krebs besiegt; aber zwei Jahrzehnte klinischer Experimente mit diesen Substanzen (und auch mit Interleukin 2) bei Melanom und Nierenzellkarzinom zeitigten nur sehr bescheidene therapeutische Erfolge. 

Carsten Grüllich, Heildelberg

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Kommende Veranstaltungen

02. - 04. März 2017, Düsseldorf
IGLD 2017

05.-08. März 2017, Würzburg
VAAM-Jahrestagung 2017 gemeinsam mit der DGHM 

13. - 15. März 2017, München
3. Münchner Point-of-Care Testing Symposium


Weitere Veranstaltungen


Dialysestation in Afrin, Syrien

Der Trillium-Verlag unterstützt eine Dialysestation in Afrin/Syrien, ein Projekt des Asylhelferkreis Grafrath.

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AKTUELLE VERBANDMITTEILUNGEN

Dr. Bobrowski im Amt bestätigt

Auch in den Jahren 2017/2018 wird der Berufsverband Deutscher Laborärzte von Dr. Andreas Bobrowski geführt. Die Mitgliederversammlung bestätigte ihn am 4.10.2016 zusammen mit fünf weiteren Vorstandsmitgliedern (T. Stein, A. Gerritzen, B. Wiegel, M. Müller, und M. Orth) im Amt.  Neu gewählt wurde G. Kirmse, der dem Vorstand bisher schon angehörte, und nun die Sektion Fachwissenschaftler der Medizin vertritt. 

Bobrowski forderte auf der Tagung in Mannheim unter anderem eine extrabudgetäre Vergütung des Überweisungslabors, ein angemessenes Honorar für die eigentliche laborärztliche Arbeit und eine Abschaffung untauglicher honorarpolitischer Instrumente (z. B. Wirtschaftlichkeitsbonus). Die freiwerdenden Gel­der sollten den Haus- und Fachärzten für qualitätssteigernde Maßnahmen in der Präanalytik und der Indikationsstellung von Laborleistungen zur Verfügung gestellt werden.

presse@bdlev.de


Bislang unbekanntes Gen entdeckt

In den Niederlanden wurden mit Hochdurchsatzverfahren der DNA-Sequenzierung die kompletten Genome von 250 Familien untersucht – insgesamt 769 Personen mit knapp zwei Millionen genetischen Varianten. Diese durchforstete der Bioinformatiker Tobias Marschall von der Universität des Saarlandes gemeinsam mit seinen niederländischen Kollegen nach neuen genetischen Strukturen und stieß dabei unter anderem auf ein noch unbekanntes menschliches Gen, das man so bisher nur bei Affen gefunden hatte[1]. 

Die neue Sequenz ist nach Aussagen von Marschall zumindest in der niederländischen Bevölkerung weit verbreitet, denn sie war bei rund der Hälfte der 250 untersuchten Familien nachweisbar. Über die Funktion ist bislang noch nichts bekannt, aber immerhin konnte gezeigt werden, dass das Gen in ein körpereigenes Protein übersetzt wird. 

[1] Hehir-Kwa J, Marschall T et al. A high-quality human reference panel reveals the complexity and distribution of genomic structural variants. Nature Communications 2016; doi:10.1038/ncomms12989

b.h.hartmann@web.de


TOP ARTIKEL

Bildgebende Verfahren beim Multiplen Myelom - Trillium Krebsmedizin Heft 5/2016

Die Bedeutung bildgebender Verfahren beim Multiplen Myelom hat in den letzten Jahren zugenommen. Dies spiegeln unter anderem die aktualisierten Diagnosekriterien der International Myeloma Working Group (IMWG) für das symptomatische Myelom wider: Nach den neuen Kriterien wird eine Therapieeinleitung empfohlen, wenn Osteolysen nicht nur im konventionellen Röntgen gefunden werden, sondern auch, wenn mittels low-dose Ganzkörper-Computertomografie (GK-CT) oder der Positronenemission-Tomografie CT (PET-CT) Knochenschäden detektiert werden. Ferner ist die Schädigung des mineralisierten Knochens nicht länger notwendig, um eine Therapieindikation zu stellen. Patienten, die in einer Ganzkörper-Magnetresonanztomografie (GK-MRT) oder einer MRT der gesamten Wirbelsäule mehr als eine Myelom-typische fokale Läsion aufweisen, haben nach den neuen IMWG-Kriterien bereits eine Behandlungsindikation, auch wenn röntgenologisch keine Osteolyse nachgewiesen werden kann. Jenseits dieser grundlegenden Änderungen bei der Diagnosestellung wird die prognostische Bedeutung neuer bildgebender Verfahren wie der GK-MRT und der PET-CT sowohl für das therapiepflichtige Myelom als auch für die Vorläufererkrankungen MGUS (monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz) und SMM (smouldering multiple myeloma) immer deutlicher. Da in der GK-MRT und PET-CT eine Knochenmark-Infiltration sichtbar wird, bevor eine Knochenschädigung eintritt, können Patienten mit einer asymptomatischen Erkrankung identifiziert werden, die ein hohes Risiko haben, innerhalb kurzer Zeit an einem therapiepflichtigen Myelom zu erkranken. 

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