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Der Trillium-Verlag steht für die Trendwende in der Medizin

Im "Jahrhundert der Biowissenschaften" wird die Medizin zum Hoffnungsträger im Kampf gegen Krebs, Demenz und andere Volkskrankheiten. Neue diagnostische und therapeutische Methoden ermöglichen eine zunehmend individualisierte und deshalb wirksamere Medizin. Für diese Trendwende setzt sich der Trillium-Verlag mit seinen beiden Zeitschriften Trillium Diagnostik und Trillium Krebsmedizin ein.

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AKTUELLES

Mediadaten

Die Mediadaten für das neue Jahr sind ab jetzt verfügbar:

Trillium Diagnostik 2017

Trillium Krebsmedizin 2017


Dialysestation in Afrin, Syrien

Der Trillium-Verlag unterstützt eine Dialysestation in Afrin/Syrien, ein Projekt des Asylhelferkreis Grafrath.

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NEU! CME-zertifizierte Fortbildung jetzt auch online!

In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Fortbildungspunkte im Rahmen der Fortbildungsverpflichtung zu erwerben. Außerdem bietet Ihnen unser Portal kostenlos zertifizierte Themen zur Weiterbildung an.

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Kommende Veranstaltungen

13. - 15. Januar 2017, Bamberg
19. Bamberger Morphologietage 

 

19. - 21. Januar 2017, San Francisco (USA)
ASCO-GI 2017

 

02. - 04. Februar 2017, Heidelberg
EMBL-Cancer Core Europe Conference: Cancer Immunotherapy

 

15. - 18. Februar 2017, Basel (CH)
61st Annual Meeting of the Society of Thrombosis and Hemostasis Research (GTH)

 

Weitere Veranstaltungen


AKTUELLE AUSGABEN

Trillium Diagnostik Heft 4/2016

Disruptive Entwicklungen

 

 Es ist in diesen Tagen viel von Disruption die Rede, von Innovationen also, die scheinbar aus dem Nichts kommen und das bisher Dagewesene verdrängen. Das Spektrum reicht von der Glühbirne, die die Welt erleuchtete, bis zum Internet, dessen disruptive Macht die Bundeskanzlerin kürzlich für den Siegeszug des politischen Populismus (jenseits aller politischen „Erleuchtung“) verantwortlich machte.

Auch die Medizin ist voller Techniken, die das Potenzial zur Disruption haben. In unserer Rubrik Innovation und Markt analysieren wir POCT-Systeme als Alternative zum Zentrallabor sowie Omics und Big Data als Gegenentwurf zur herkömmlichen Stufendiagnostik (S. 254 ff.) – und kommen zu dem Schluss, dass die Zeit für den großen Umsturz in beiden Fällen doch noch nicht gekommen ist.

Die Mühlen der Medizin malen eben meist langsamer, als von den Technologen prophezeit, weil die Patientensicherheit allzu forsches Vorpreschen verbietet. Aber trotzdem wird sich die Welt der In-vitro-Diagnostik in den nächsten Jahren allein schon aus faktischen Zwängen heraus verändern müssen, wenn auch Schritt für Schritt ohne Getöse.

So verlangt das kürzlich verabschiedete E-Health-Gesetz nun ganz rasch nach standardisiert gespeicherten Laborwerten – und damit auch nach einer Entscheidung im Jahrzehnte alten Streit um konven­tionelle versus SI-Einheiten (S. 256). Die überraschende „Weder-noch-Lösung“ könnte tatsächlich aus der Omics- und Big-Data-Welt kommen, wo man seit Langem mit transformierten Relativwerten und Farben arbeitet, um die gewaltigen Datenmengen visuell in den Griff zu bekommen.

Auch die zunehmende Bedeutung gesetzlich geregelter Screeningverfahren – beispielsweise beim Darmkrebs (S. 242) oder der Mukoviszidose (S. 294) – verlangt nach einem Umdenken. Wenn man nämlich anstelle von offensichtlich Kranken symptomlose Gesunde (mit einem verschwindend geringen Anteil an Verdachtsfällen) untersucht, reicht die Spezifität von Einzeltests nur selten aus, um unter all den falschen Alarmen die richtig Positiven zu erkennen. Der Schlüssel könnte in multivariaten Scores und mehrschichtigen Strategien liegen, die wir am Beispiel der Leberfibrose (S. 238) und des Neugeborenen-Screenings (S. 290) erläutern.
Apropos Neugeborenen-Screening: Noch dominiert hier die konventionelle Stufendiagnostik mit einigen wenigen, sehr spezifischen Biomarkern. Doch als Technik der Zukunft wird das Next Generation Sequencing als potenzieller Rundumschlag bereits intensiv diskutiert. Ist es Zufall, dass beides – Neugeborenen-Screening und Next Generation Sequencing – mit NGS abgekürzt wird? Wächst hier zusammen, was zusammengehört? Soll man womöglich „NGS mit NGS“ vorantreiben, um bei jedem Neugeborenen alle nur denkbaren genetischen Krankheitsdispositionen zu entdecken? Das wäre eine wahrhaft disruptive Entwicklung, aber wohl jenseits aller medizinischen und gesundheitspolitischen „Erleuchtung“.

Prof. Dr. Georg Hoffmann

Herausgeber

 

 


Trillium Krebsmedizin H6/2016

Immuntherapie - ein Meilstein in der Tumorbehandlung

Nach den vor gut eineinhalb Jahrzehnten eingeführten zielgerichteten Therapien wird seit wenigen Jahren mit der Immuntherapie in der Onkologie ein neuer Hoffnungsträger gefeiert, der nach allem, was wir bisher wissen, erstaunliche therapeutische Erfolge ermöglicht. Dieses Heft von Trillium Krebsmedizin gibt einen Überblick über einige Aspekte dieses Gebiets, das freilich gar nicht so neu ist, wie es derzeit häufig wahrgenommen wird:

Genau genommen gehen die Anfänge der Immuntherapie mehr als hundert Jahre zurück: Der Chirurg William Coley wurde Ende des 19. Jahrhunderts in New York auf Patienten aufmerksam, deren Krebserkrankung sich unter bakteriellen Infektionen gebessert hatte. Durch Injektion eines selbst entwickelte Präparats – „Coley´s Toxin“ – in Tumoren konnte er bereits gewisse Therapierfolge erzielen. Mit dem Aufkommen der Strahlen- und später der Chemotherapie geriet seine Entdeckung jedoch weitgehend in Vergessenheit. In der Behandlung des Blasenkarzinoms mit Bacillus Calmette-Guérin (BCG) lebt die Idee allerdings bis heute in der klinischen Praxis fort. 

Eingeführt wurde BCG durch die Arbeitsgruppe von Lloyd J. Old, der Ende der 1950er-Jahre am Memorial Sloan Kettering Cancer Institute in New York damit begann, das Fach der Tumorimmunologie zu entwickeln und im weiteren Verlauf unter anderem den Tumor­nekrosefaktor entdeckte. Der Weg war lang und steinig: Ältere Leser werden sich noch an die Euphorie erinnern, mit denen in den 1980er-Jahren die gentechnische Herstellung von Interferonen gefeiert wurde – mancher glaubte damit den Krebs besiegt; aber zwei Jahrzehnte klinischer Experimente mit diesen Substanzen (und auch mit Interleukin 2) bei Melanom und Nierenzellkarzinom zeitigten nur sehr bescheidene therapeutische Erfolge. 

Carsten Grüllich, Heildelberg

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AKTUELLE VERBANDMITTEILUNGEN

Dr. Bobrowski im Amt bestätigt

Auch in den Jahren 2017/2018 wird der Berufsverband Deutscher Laborärzte von Dr. Andreas Bobrowski geführt. Die Mitgliederversammlung bestätigte ihn am 4.10.2016 zusammen mit fünf weiteren Vorstandsmitgliedern (T. Stein, A. Gerritzen, B. Wiegel, M. Müller, und M. Orth) im Amt.  Neu gewählt wurde G. Kirmse, der dem Vorstand bisher schon angehörte, und nun die Sektion Fachwissenschaftler der Medizin vertritt. 

Bobrowski forderte auf der Tagung in Mannheim unter anderem eine extrabudgetäre Vergütung des Überweisungslabors, ein angemessenes Honorar für die eigentliche laborärztliche Arbeit und eine Abschaffung untauglicher honorarpolitischer Instrumente (z. B. Wirtschaftlichkeitsbonus). Die freiwerdenden Gel­der sollten den Haus- und Fachärzten für qualitätssteigernde Maßnahmen in der Präanalytik und der Indikationsstellung von Laborleistungen zur Verfügung gestellt werden.

presse@bdlev.de


Bislang unbekanntes Gen entdeckt

In den Niederlanden wurden mit Hochdurchsatzverfahren der DNA-Sequenzierung die kompletten Genome von 250 Familien untersucht – insgesamt 769 Personen mit knapp zwei Millionen genetischen Varianten. Diese durchforstete der Bioinformatiker Tobias Marschall von der Universität des Saarlandes gemeinsam mit seinen niederländischen Kollegen nach neuen genetischen Strukturen und stieß dabei unter anderem auf ein noch unbekanntes menschliches Gen, das man so bisher nur bei Affen gefunden hatte[1]. 

Die neue Sequenz ist nach Aussagen von Marschall zumindest in der niederländischen Bevölkerung weit verbreitet, denn sie war bei rund der Hälfte der 250 untersuchten Familien nachweisbar. Über die Funktion ist bislang noch nichts bekannt, aber immerhin konnte gezeigt werden, dass das Gen in ein körpereigenes Protein übersetzt wird. 

[1] Hehir-Kwa J, Marschall T et al. A high-quality human reference panel reveals the complexity and distribution of genomic structural variants. Nature Communications 2016; doi:10.1038/ncomms12989

b.h.hartmann@web.de


TOP ARTIKEL

Bildgebende Verfahren beim Multiplen Myelom - Trillium Krebsmedizin Heft 5/2016

Die Bedeutung bildgebender Verfahren beim Multiplen Myelom hat in den letzten Jahren zugenommen. Dies spiegeln unter anderem die aktualisierten Diagnosekriterien der International Myeloma Working Group (IMWG) für das symptomatische Myelom wider: Nach den neuen Kriterien wird eine Therapieeinleitung empfohlen, wenn Osteolysen nicht nur im konventionellen Röntgen gefunden werden, sondern auch, wenn mittels low-dose Ganzkörper-Computertomografie (GK-CT) oder der Positronenemission-Tomografie CT (PET-CT) Knochenschäden detektiert werden. Ferner ist die Schädigung des mineralisierten Knochens nicht länger notwendig, um eine Therapieindikation zu stellen. Patienten, die in einer Ganzkörper-Magnetresonanztomografie (GK-MRT) oder einer MRT der gesamten Wirbelsäule mehr als eine Myelom-typische fokale Läsion aufweisen, haben nach den neuen IMWG-Kriterien bereits eine Behandlungsindikation, auch wenn röntgenologisch keine Osteolyse nachgewiesen werden kann. Jenseits dieser grundlegenden Änderungen bei der Diagnosestellung wird die prognostische Bedeutung neuer bildgebender Verfahren wie der GK-MRT und der PET-CT sowohl für das therapiepflichtige Myelom als auch für die Vorläufererkrankungen MGUS (monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz) und SMM (smouldering multiple myeloma) immer deutlicher. Da in der GK-MRT und PET-CT eine Knochenmark-Infiltration sichtbar wird, bevor eine Knochenschädigung eintritt, können Patienten mit einer asymptomatischen Erkrankung identifiziert werden, die ein hohes Risiko haben, innerhalb kurzer Zeit an einem therapiepflichtigen Myelom zu erkranken. 

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