Interferon zur Behandlung der Polycythaemia vera zugelassen

Für die Polycythaemia vera (PV) ohne symptomatische Splenomegalie wurde in der EU als neue Therapie in der Erstlinie ein pegyliertes Interferon α (Ropeg­interferon alfa-2b) zugelassen. Das Präparat enthält ein neuartiges, langwirksames mono­pegyliertes Interferon α (IFNα) in einem Pen zur subkutanen Injektion im Abstand von 2 oder 4 Wochen. Zugrunde liegen mehrere klinische Studien, darunter die Phase-III-Studie (PROUD-PV) bei unbehandelten oder mit Hydroxyurea vorbehandelten Patienten, die in einer offenen Verlängerungsstudie der Phase IIIb (CONTINUATION-PV) weitergeführt wird. Nach 36 Monaten zeigten mehr als die Hälfte der Patienten unter dem Interferon-Präparat ein vollständiges hämatologisches Ansprechen mit einer Verbesserung der Krankheitslast.