Schäden der Nervenzellfortsätze bei Ms-Patienten sind Umkehrbar

Bei der Autoimmunerkrankung MS kommt es zu Überreaktionen des Immunsystems. Infolgedessen werden gesunde Nervenzellen attackiert, was zu einer fortlaufenden Schädigung der Nervenzellfortsätze (Axone) führt. Die Degeneration der Nervenzellfortsätze ist allerdings umkehrbar: Neurowissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz haben herausgefunden, dass Interleukin-4, ein Botenstoff des Immunsystems, in der Lage ist, die Schädigung des Axons umzukehren. Die Forscher gehen davon aus, dass die IL-4 Behandlung möglicherweise eine neue Strategie darstellt, um Neurodegeneration in der chronischen MS zu beheben. Die Forschungsergebnisse wurden in Science Translational Medicine veröffentlicht.

Originalpublikation: C. Vogelaar et. al. Fast direct neuronal signaling via the IL-4 receptor as therapeutic target in neuroinflammation. Science Translational Medicine 28 Feb 2018; Vol. 10, Issue 430, eaao2304; DOI: 10.1126/scitranslmed.aao2304  

Quelle: Pressemitteilung Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz 03/2018