Auftakt zur Grippesaison

Influenza-Tests im Überblick

Trillium Diagnostik 2018; 16(4): 261-263

In Deutschland besteht im Rahmen der ganzjährigen Dokumentation akuter Atemwegsinfektionen (ARI) eine Meldepflicht sämtlicher durch einen Labortest bestätigten Influenza-Fälle. Im Fall der Influenza-Viren hat sich diese Maßnahme vor allem auch im Hinblick auf die Impfstoffentwicklung bewährt.

Zwei Testprinzipien

Die im Folgenden vorgestellten Tests und Nachweissysteme lassen sich in zwei Gruppen mit unterschiedlicher Zielsetzung unterteilen: Molekularbiologische Assays und immunologische Schnelltests. Alle sechs Hersteller können Influenza A und B differenzieren; die Unterschiede betreffen die diagnostische Aussagekraft und den zeitlichen Aufwand. Die Amplifikations-basierten Tests sind sehr empfindlich und erkennen eine Vielzahl von Subtypen, die beiden Immunoassays (S. 262 links) glänzen mit kurzen Bearbeitungszeiten von 3–15 Minuten und eignen sich vor allem für ein erstes Screening; ein positives Ergebnis reicht in der Regel aus, um die Therapieentscheidung in der Arztpraxis zu unterstützen.

Die meisten molekularbiologischen Tests sind an eine bestimmte Geräteplattform gebunden, zum Beispiel für die Batchtestung von 21 ARI (S. 263 unten) oder die isotherme Schnelltestung als Multiplex-Verfahren (S. 262 unten). Der auf dieser Seite gezeigte PCR-Vollautomat fasst 120 Proben im Random-Access-Modus. Zwei Plattform-unabhängige Multiplex-Assay-Kits zum spezifischen Nachweis der häufigsten Influenza-Subtypen und anderer ARI finden sich auf S. 262 und 263 jeweils oben.   

Dr. Gabriele Egert