Stand-alone-Geräte für Klinische Chemie und Immunologie

Systemübersicht Laborautomation

Der Markt für Laborautomation ist in Bewegung geraten – und das nach einer langen Phase, in der es fast so aussah, als könne die über 20 Jahre gereifte „dritte Gerätegeneration“ nur noch marginal verbessert werden. Nun tauchen neue System­familien namhafter Hersteller auf (Beispiele auf S. 110 und 144), die eine konzeptionelle Erneuerung erwarten lassen.
Wir tragen dieser Entwicklung 2018 mit zwei Produktübersichten Rechnung: In dieser Ausgabe stellen wir platzsparende Stand-alone-Systeme vor, und im nächsten Heft folgen dann komplexe, modulare Hochdurchsatzsysteme.
Im Zentrum steht  unabhängig von der Gerätegröße die Konsolidierung verschiedener Techniken auf einer Plattform. Dieses Paradigma gilt für einzelne immunologische Analysentechniken wie etwa die Chemilumineszenz (s. u. und S. 112) oder den indirekten Immunfluoreszenz-Test (S. 109 oben) ebenso wie für die Kombination von Klinischer Chemie und Immunchemie (S. 109 unten). Die eingangs erwähnten neuen Systemfamilien umfassen sogar nahezu alle Laborbereiche .
In den hier vorgestellten Angeboten verbergen sich viele interessante Verbesserungen: So erleichtern Kartuschentechnik und getrennte Pipettierzyklen für Proben und Reagenzien das Nachladen, langlebige LED-Lichtquellen, hohe Reagenzstabilitäten oder eine langfristig haltbare Masterkalibration  verringern den Wartungsaufwand, und Parallelverarbeitung trockenchemischer Microslides erhöht den Durchsatz bei minimalem Probenverbrauch. Dazu kommen verbesserte IT- und Serviceleistungen, die von immer einfacheren Benutzer­oberflächen bis zu ausgefeilten Prozessanalysen und einem systembezogenen Ringversuchsangebot reichen.   

Georg Hoffmann