Warnung zum Weltdiabetestag

Den 14. November hat die WHO zum Weltdiabetestag erklärt. Gemeinsam mit der DGKL e. V. warnt der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL e. V.) aus diesem Anlass vor den Risiken der Laborreform, die die KBV Vertreterversammlung Ende 2016 beschlossen (aber noch nicht umgesetzt) hat. Die Reform sieht eine Reduzierung der Ausnahmekennziffern EBM 32005 bis 32023 vor und kappt damit nach Auffassung von DGKL-Präsident Prof. B. Isermann „wichtige Versorgungsstränge gerade auch für Diabetiker, deren Krankheit engmaschig kontrolliert werden muss“. Die Ausnahmekennziffern des EBM ermöglichen wiederholte Laboruntersuchungen, ohne das Laborbudget während des laufenden Quartals zu belasten, etwa bei Diabetes mellitus, chronischer Hepatitis, rheumatoider Arthritis u. ä. Der BDLVorsitzende Dr. A. Bobrowski weist darauf hin, dass ein Verlust dieser nicht budgetierten Leistungen dazu führen könne, dass chronische Erkrankungen seltener als bisher kontrolliert werden. Langfristig führe das zu einer Einschränkung der Lebensqualität der betroffenen Patienten. BDL und DGKL appellieren an die Kassenärztlichen Vereinigungen, die Rahmenbedingungen zur Versorgung chronisch Kranker auf dem bisherigen Niveau zu erhalten.

Berufsverband Deutscher Laborärzte e. V.
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