Digitalisierung in der Labormedizin

Trillium Akademie

Labordaten sind die Grundlage vieler diagnostischer und therapeutischer Entscheidungen und stellen traditionell die Hauptmasse aller quantitativen medizinischen Daten dar. Künftig werden sie im Zuge des E-Health-Gesetzes von 2016 in noch weit größerem Umfang in elektronischen Patientenakten und anderen digitalen Repositorien gespeichert.

Deshalb kommt der Klinischen Chemie und Laboratoriumsmedizin bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen eine Schlüsselrolle zu. Für alle im Labor Tätigen,die bereit sind, sich dieser Herausforderung zu stellen, ergeben sich attraktive berufliche Perspektiven, denn die sog. MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sind Mangelberufe, an denen gerade im medizinischen Umfeld großer Bedarf besteht.

Aus dieser Entwicklung resultiert die Notwendigkeit einer „digitalen Grundausbildung“, die basales Wissen in Statistik und Informatik vermittelt und das Verständnis der dahinterstehenden Algorithmen fördert – beispielsweise bei der automatischen Überprüfung von Referenzintervallen aus Routinedaten oder bei der Standardisierung und Farbkodierung von Laborwerten für elektronische Krankenakten.

Daher bietet die Trillium Akademie seit Juli 2018 interaktive Workshops mit informationstechnischen Schwerpunkten an. Im Rahmen eines „Digitalpaktes“ mit dem DVTA soll künftig auch das technische Personal verstärkt eingebunden werden, dessen Tätigkeit sich schon lange nicht mehr auf reine Bedienung von Geräten und Soft ware beschränkt.

Unser Konzept

Individuelles und gleichzeitig praxisorientiertes Lernen steht im Mittelpunkt der Kurse. Bereits im Vorfeld erhalten die Teilnehmer Fachartikel und Skripten, um sich auf die Präsenzveranstaltung vorzubereiten. So können sie einen Teil der Lerninhalte zeit- und ortsunabhängig erarbeiten.
Die Zeit im Workshop kann dann optimal für die Vertiefung von schwierigen Aspekten, die Beantwortung praxisrelevanter Fragestellungen und die Übertragung des Gelernten auf den spezifischen Kontext der Teilnehmer genutzt werden. Die Inhalte sind modular aufgebaut, sodass sie sich flexibel an das Lerntempo und den persönlichen Fokus des Einzelnen anpassen lassen. Kleine Übungsaufgaben während des Kurses bieten die Möglichkeit, die neu erworbenen Fertigkeiten sofort zu testen.
Auch nach dem Ende der Veranstaltungen lassen wir unsere Teilnehmer nicht allein: Durch den Aufbau von Kontakten untereinander, zu unseren Fachexperten und zu Kollegen aus früheren Kursen wird zu jedem Thema eine aktive Community of Practice etabliert, die sich gegenseitig unterstützt und gegebenenfalls gemeinsame Projekte initiiert.

Unsere Themen

Wir fokussieren uns auf innovative Fortbildungsinhalte, die anderswo angebotene Seminare und Tagungen noch nicht ausreichend abdecken. Unser Motto für 2019 lautet „Big Data in der Labormedizin“ und behandelt folgende Fragen:

  • Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich durch die Digitalisierung der Medizin für das Labor der Zukunft?
  • Wie können große Datensätze maschinell ausgewertet und für den Endbenutzer nutzbringend dargestellt werden?
  • Wie lassen sich Erkenntnisse aus der Biostatistik und Bioinformatik auf neue Gebiete der Labormedizin wie „Liquid Biopsy“ oder Mikrobiomanalyse anwenden?

Unsere Zielgruppe

Unsere Workshops richten sich an alle im Labor tätigen Mitarbeiter, insbesondere Laborärzte, Naturwissenschaftler, Biomedizinische Analytiker, Technische Angestellte, sowie IT-Beauftragte, Mitglieder von Qualitäts-, POCT- und Pfadkommissionen, Vertreter von Akkreditierungsstellen und der Diagnostika-Industrie. Ganz besonders möchten wir Multiplikatoren ansprechen, die in führender Position tätig sind.  


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