###USER_salutation### ###USER_last_name###,



Adenokarzinome des Magens und ösophagogastralen Übergangs: Diagnostik und Therapie

Markus Möhler, Jan Bornschein

Im August 2019 wurde die überarbeitete Version der S3-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Adenokarzinome des Magens und ösophagogastralen Übergangs“ veröffentlicht [1]. Im Vergleich zur alten S3-Leitlinie wurden die Testungen für Mikrosatelliteninstabilität (MSI), hereditäres kolorektales Karzinom ohne Polyposis (HNPCC, Lynch-Syndrom) sowie E-Cadherin als Parameter einer möglichen hereditären Ursache des Tumors verbessert – neben der sorgfältigen histopathologischen Diagnos-tik. Die Klärung der pathologischen Regression, die endoskopische Diagnostik und Therapie sowie die Chirurgie und Chemotherapie werden eindeutig hervorgehoben. Therapeutisch können nun Frühkarzinome in vielen Fällen endoskopisch mittels EMR (endoskopischer Mukosaresektion) und ESD (endoskopischer Submukosa-Dissektion) reseziert werden. Als perioperative Chemotherapie hat sich das „FLOT“-Regime etabliert. Ramucirumab mit Paclitaxel und Trifluridin/Tipiracil (TAS-102) sind als palliative Zweit- und Drittlinientherapie zugelassen. Es ist vorgesehen, die Inhalte der Leitlinie im Rahmen einer "Living-Guideline" jährlich auf Basis aktueller Studiendaten und auf Basis der Rückmeldungen der beteiligten Fachexperten und Anwender der Leitlinien zu prüfen und zu aktualisieren.

Ganzen Artikel Online lesen


Systemische Erstlinientherapie des hepatozellulären Karzinoms 2020

Anna Saborowski, Arndt Vogel

Die Therapielandschaft des hepatozellulären Karzinoms (HCC) hat sich in den vergangenen drei Jahren durchgreifend verändert. Nachdem Sorafenib für viele Jahre die einzige zugelassene systemische Therapieoption darstellte, stehen uns im Jahr 2020 mit Lenvatinib und in Kürze mit der Kombination Atezolizumab/Bevacizumab in der Erstlinie sowie mit Regorafenib, Cabozantinib und Ramucirumab in der Zweitlinie insgesamt sechs medikamentöse Optionen zur Verfügung. Das erweiterte Therapiespektrum eröffnet vielversprechende Möglichkeiten, stellt uns jedoch auch vor neue Herausforderungen: Welcher Patient profitiert von welcher Medikation in der Erstlinie am meisten, und wie können wir eine sinnvolle Sequenztherapie gestalten? In diesem Beitrag werden neben den interdisziplinären Behandlungskonzepten in frühen und intermediären Erkrankungsstadien die systemischen Therapieoptionen in der Erstlinie vorgestellt. Die verfügbaren Möglichkeiten in der Zweitlinie sowie zukünftige Biomarker-gestützte Behandlungsansätze werden in der folgenden Ausgabe der Zeitschrift besprochen.

Ganzen Artikel Online lesen


Metastasiertes Pankreaskarzinom: Systemtherapie und molekulare Biomarker

Danmei Zhang, Stephan Kruger, Volker Heinemann, Stefan Böck

Derzeit ist eine systemische Chemotherapie beim metastasierten Pankreaskarzinom die Therapie der Wahl. Diese kann – evidenzbasiert – sowohl das Gesamtüberleben verlängern als auch die Lebensqualität verbessern. Seitdem die bessere Wirksamkeit von Kombinations-Chemotherapien wie FOLFIRINOX oder Gemcitabin/nab-Paclitaxel gegenüber der Gemcitabin-Monotherapie berichtet wurde, gelten diese international als Standard für die Erstlinientherapie des metastasierten Pankreaskarzinoms. In der Zweitlinie, nach Versagen einer Gemcitabin-basierten Primärtherapie, haben sich sowohl das NAPOLI-Regime (5-FU/Folinsäure + nanoliposomales Irinotecan) als auch das OFF-Schema (Oxaliplatin, Folinsäure und 5-FU-Dauerinfusion) etabliert. Zukünftig könnten PARP-Inhibitoren und möglicherweise auch die Immuntherapie für selektionierte Subgruppen (z. B. BRCA 1/2, PALB2, Mikrosatelliteninstabilität) eine bedeutende Rolle in der personalisierten Therapie des Pankreaskarzinoms spielen. Noch gibt es in Deutschland hierfür jedoch keine Zulassung. Ebenso befindet sich die Etablierung einer flächendeckend verfügbaren Diagnostik auf Basis von Next Generation Sequencing (NGS) derzeit noch im Ausbau.

Ganzen Artikel Online lesen.


Serie "Vom Biomarker zur Therapie": NTRK

Philipp Ivanyi, Florian Länger

Im Genom von Tumoren findet sich eine Vielzahl von Alterationen. Bis jetzt wurden vor allem Punktmutationen, -deletionen oder -amplifikationen entdeckt und als molekulargenetische Marker für die Präzisionsonkologie erforscht, weniger Genfusionen, die durch ein chromosomales Rearrangement entstehen.
Ein molekulargenetischer Marker, der derzeit in den Fokus rückt und eine zielgerichtete, personalisierte Behandlung von Tumoren ermöglicht, betrifft Fusionen der neurotrophen Tyrosin-Rezeptor-Kinase(NTRK)-Gene. Die erst in jüngerer Vergangenheit erkannte und dokumentierte Bedeutung von Genfusionen beruht auf ihrem technisch gegenüber den o. g Alterationen aufwendigeren Nachweis. Erst durch Methoden der modernen Molekularpathologie wie die massive Parallelsequenzierung konnte in größerem Maße mit ausreichender Sensitivität nach Genfusionen gesucht werden. Da die NTRK-Genfamilie für Tropomyosin-Rezeptor-Kinasen (TRK) kodiert, führen NTRK-Genfusionen zur Expression von TRK-Fusionsproteinen, die den primären onkogenen Treiber bei TRK-Fusionstumoren darstellen.
Im Gegensatz zu den Erfahrungen bei der zielgerichteten Therapie gegen z. B. BRAF- oder ERBB2-Alterationen zeigen TRK-Inhibitoren eine Wirksamkeit unabhängig von Lokalisation und histologischem Typ des Tumors und können daher Histologie-agnostisch eingesetzt werden.

Ganzen Artikel Online lesen


Tumor-Profiling: Welche Rolle spielt die Liquid Biopsy?

Mascha Pömmerl

Personalisierte Tumortherapie – ein großes Ziel, das in aller Munde ist. Dass es vom Biomarker zur Therapieempfehlung ein weiter Weg ist, der mit vielen Zwischen-
schritten über einen kontinuierlichen Erkenntnisgewinn verläuft, verdeutlichten die Experten-Vorträge des von der Trillium-Akademie veranstalteten Onkologischen
Symposiums im November 2019 in München. Ein bedeutender Schritt auf dem Weg zur Präzisionsmedizin ist die Liquid Biopsy, die Analyse zirkulierender Tumor-DNA und Tumorzellen in Blut und Körperflüssigkeiten, die minimal invasiv und mehrfach erfolgen kann. Ein Schlagwort, hinter dem sich vieles verbirgt: zum einen große Hoffnungen auf das Potential der Flüssigbiopsie bei der Bestimmung der Prognose von Tumorpatienten, bei der molekulargenetischen Charakterisierung ihrer Tumor-erkrankung und bei der Überwachung des Krankheitsverlaufs, zum anderen aber auch Herausforderungen hinsichtlich Diagnostik, Analytik, Befundinterpretation und Validierung. Der klinische Einsatz der Liquid Biopsy steht erst am Anfang, Verfahren und Grundsätze müssen implementiert, Abläufe optimiert werden. Hinter allem steht letztendlich das Ziel der Therapieoptimierung für Krebspatienten. Mehr Patienten sollen von der für ihre Tumorerkrankung genau richtigen Therapie zum richtigen Zeitpunkt profitieren können. 

Ganzen Artikel Online lesen.


Ethnisch-kulturelle Vielfalt muss in Kliniken und Praxen mehr Raum haben

Im Gespräch mit Michael Knipper

Es gibt Themen, die waren noch vor wenigen Monaten in aller Munde, werden aber durch die allgegenwärtigen Diskussionen rund um Corona in den Hintergrund gedrängt. Dazu gehört das Thema der Migration, das neben dem gesellschaftlichen auch  einen bedeutenden medizinischen Kontext hat und – gerade in der Onkologie – unseren Blick auf die soziokulturellen Aspekte von Krankheit geschärft hat. Die Frage, wie die bestmögliche Versorgung aller onkologischen Patienten unabhängig von ihrer Biografie gelingen kann, stellt sich tagtäglich in Klinik und Praxis und wird auch in Nach-Corona-Zeiten relevant sein. Trillium Krebsmedizin sprach mit PD Dr. Michael Knipper vom Institut für Geschichte der Medizin der Universität Gießen über gelungene kultursensible Kommunikation und eine im besten Sinne personalisierte Medizin, die allen zugutekommt – "Deutschen" ebenso wie Menschen „fremder Kulturen“.

Ganzes Interview online lesen


  • CLL: Chemotherapie-freie, zeitlich begrenzte Erstlinienbehandlung in der Praxis angekommen

    Josef Gulden

    Seit 9. März 2020 ist in der EU der BCL-2-Inhibitor Venetoclax in Kombination mit dem Anti-CD20-Antikörper Obinutuzumab zur Therapie nicht vorbehandelter Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) zugelassen. Im Rahmen einer Online-Fachpressekonferenz kommentierten Experten die relevanten Studiendaten sowie die sich daraus ergebenden Perspektiven.

    Ganzen Artikel Online lesen.

  • Kutane T-Zell-Lymphome: Neue zielgerichtete Therapieoption kann Patienten entlasten

    Mascha Pömmerl

    Kutane T-Zell-Lymphome (CTCL) sind eine seltene und schwerwiegende Form der Non-Hodgkin-Lymphome. Die häu-figsten Formen der meist erst spät diagnostizierten Erkrankung sind Mycosis fungoides (MF) und das eng verwandte Sézary-Syndrom (SS). Bislang standen nur begrenzte Behandlungsoptionen zur Verfügung, die Krankheit gilt als unheilbar. Auf einer Pressekonferenz anlässlich des DKK 2020 in Berlin wurde ein zielgerichteter Therapieansatz vorgestellt: Der nach einer systemischen Vortherapie bei MF und SS zugelassene Anti-CCR4-Antikörper Mogamulizumab wird voraussichtlich ab Sommer 2020 zur Verfügung stehen.

    Ganzen Artikel Online lesen.


  • nmCRPC: Längere Zeit bis zur Metastasierung bei guter Lebensqualität mit Darolutamid

    Claudia Schöllmann

    Der neue orale Androgenrezeptor(AR)-Antagonist Darolutamid wurde Ende März in der EU zur Behandlung von Männern mit nicht-metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (nmCRPC) zugelassen, die ein hohes Risiko für die Entwicklung von Metastasen aufweisen. Die aktuelle Prostatakarzinom-Leitlinie der European Association of Urology (EAU) [1] hat bereits eine Empfehlung zum Einsatz von Darolutamid ausgesprochen, basierend auf der guten Wirksamkeit und Verträglichkeit, die die Substanz in der Zulassungsstudie ARAMIS gezeigt hatte [2].

    Ganzen Artikel Online lesen.

  • Ernährungstherapie bei Krebspatienten: Guter Ernährungsstatus senkt Mortalität und Morbidität

    Reimund Freye

    Die Kachexie hat einen immensen Einfluss auf das Outcome von Krebspatienten, betonten onkologische Ernährungsexperten auf einem von Nutricia und Baxter unterstützten Symposium während des Deutschen Krebskongresses 2020 in Berlin. Diese Komponente der Tumorerkrankung findet leider immer noch zu wenig Berücksichtigung, beklagte der Chirurg Prof. Marc Martignoni,
    München. Dabei stehen genügend Supplemente zur Verfügung, mit denen sich die Energieversorgung der Patienten verbessern lasse – sei es oral, enteral oder parenteral.

    Ganzen Artikel Online lesen


Veranstaltungskalender

29.05.–31.05.2020, virtueller Kongress
ASCO Annual Meeting 2020

weiterlesen

11.–14.06.2020, virtueller Kongress
25th Congress of EHA (European Hematology Association)

weiterlesen

25.–27.06.2020, München
40. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie e. V.

weiterlesen

ACHTUNG: Wegen der Corona-Pandemie ist nicht sicher, ob die hier aufgelisteten Kongresse tatsächlich stattfinden werden. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig auf den Websites der jeweiligen Kongresse.



  • Heft 2/2020
    Schwerpunkt Immuntherapie: CAR-T-Zellen, Bedeutung der Leukapherese, Bispezifische Antikörper und Checkpoint-Inhibitoren

    Ab sofort stehen Ihnen sämtliche Fachartikel und Kongressberichte uneingeschränkt auch online zur Verfügung.

    Inhaltsverzeichnis