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aus aktuellem Anlass finden Sie in diesem Newsletter ein Interview mit PD Dr. med. Andreas Ambrosch und Prof. Dr. med. Rudolf Gruber:

  Onkologische Hochrisikopatienten vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen.

Über das Netzwerk seiner Fachbeiratsmitglieder und Partnerverbände bietet der Trillium-Verlag außerdem fortlaufend Aktuelles zur COVID-19-Diagnostik wie z. B. Übersichten über SARS-CoV-2-Nachweissysteme und -Testlabore.

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Weiterhin finden Sie folgende Beiträge in diesem Newsletter:

  CAR-T-Zellen – eine neue Option in der Hämatologie und Onkologie
Marion Subklewe

  Bicycles versus CARs – Bispezifische Antikörper als Alternative zu CAR-T Zellen?
Andreas Viardot

  Checkpoint-Inhibitoren bei Plattenepithelkarzinomen –Fokus HNO-, Zervix- und Analkarzinome
Luisa Fischer, Volker Heinemann

  Aktuelles zur Diagnostik von COVID-19: Nachweissysteme SARS-CoV-2, Stellungnahmen, FAQs

  Serie "Vom Biomarker zur Therapie": HER2
Nadia Harbeck

  Radiomics – ein bildgebender Biomarker mit wachsender Bedeutung für die Präzisionsonkologie
Wieland Voigt, Helmut Prosch

  ASCO-GI: Patientenselektion bei gastrointestinalen Tumoren entscheidend
Ine Schmale

  DKK2020: Molekulare Onkologie auf dem Vormarsch
Mascha Pömmerl

  AML mit FLT3-Mutation: neue Therapieoption im Rezidiv mit Gilteritinib
Claudia Schöllmann

  Fortgeschrittenes HNO-Plattenepithelkarzinom - Deutliche Überlegenheit der
Checkpoint-Inhibition

Josef Gulden

Viel Vergnügen bei der Lektüre wünscht Ihnen
Ihr Redaktionsteam von Trillium Krebsmedizin.



CAR-T-Zellen – eine neue Option in der Hämatologie und Onkologie

Marion Subklewe

Immuntherapien sind in den letzten Jahren in der Hämatologie und Onkologie stark ins Gespräch gekommen, aber genau genommen werden sie seit Jahrzehnten erfolgreich angewendet: Die allogene Stammzelltransplantation sowie monoklonale Antikörper, v. a. der CD20-Antikörper Rituximab beispielsweise, haben die Prognose hämatologischer Malignome deutlich
verbessert. Allerdings hat die Vielfalt immunologischer Behandlungsoptionen in den letzten Jahren tatsächlich noch einmal rapide zugenommen: Das betrifft „normale“ Antikörper (z. B. Obinutuzumab), aber auch Antikörper-Toxin-Konjugate wie Polatuzumab Vedotin, Immuncheckpoint-Inhibitoren und CAR-T-Zellen (CAR = Chimeric Antigen Receptor). Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die seit August 2018 in Europa zugelassenen CAR-T-Zell-Therapien bei aggressiven B-Zell-Lymphomen.


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Bicycles versus CARs: Sind bispezifische Antikörper eine Alternative zu CAR-T-Zellen?

Andreas Viardot

Bispezifische Antikörper (bsABs) können ähnlich wie mit „chimeric antigen receptor“-transfizierten T-Zellen (CARTs) eine T-Zell- gesteuerte, antigenspezifische Immunantwort auslösen. Die theoretischen Vorteile gegenüber CARTs liegen auf der Hand [1]. BsABs sind „off the shelf“ („aus dem Regal“) und können ohne besondere Vorbereitung sofort dem Patienten verabreicht werden [2]. Sie werden in einer definierten Dosierung mit einer gut bekannten Pharmakokinetik verabreicht und unterliegen nicht den Schwankungen eines CAR-T-Produktes [3]. Es gibt kein „manufacturing failure“ [4]. Sie sind nicht genotoxisch, auch wenn dieser Aspekt bei der kurzen Beobachtungszeit innerhalb der aktuellen CART-Studien bislang noch keine Rolle spielt. Mit Blinatumomab wurde von der EMA bereits 2015 ein Produkt zur Behandlung der refraktären und rezidivierten (r/r) Philadelphia-Chromosom-negativen akuten lymphatischen Leukämie zugelassen, im Verlauf erfolgte die Zulassung auch bei MRDpositiven Patienten und Kindern. Derzeit werden mehrere CD20-Antikörper entwickelt, die ihren Platz in der Behandlung von Patienten mit Non-Hodgkin-Lymphomen finden können. Auch bei anderen Indikationen wie dem Multiplen Myelom werden sowohl CARTs als auch bsABs entwickelt. Beide Verfahren haben aber auch ähnliche Einschränkungen: Erstens die Verwendung von autologen, durch Vortherapien „erschöpften“ T-Zellen, zweitens ein teilweise ähnliches Nebenwirkungsspektrum und drittens ähnliche Resistenzmechanismen wie den Verlust des Zielantigens und die Aktivierung der PD1/PD-L1-Achse. Es gibt auch offensichtliche Vorteile von CARTs wie den Langzeiteffekt der „lebenden“ und expandierten Zellen, und hinsichtlich neuer Technologien die potentielle Verwendung „frischer“ allogener T-Zellen sowie das unerschöpfliche Spektrum an biotechnologischen Modifikationen des CAR-T/NK-Prinzips. So bleibt es spannend, mit welcher Technologie sich der größte Benefit bei bestimmten Erkrankungen erzielen lässt.

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Checkpoint-Inhibitoren bei Plattenepithelkarzinomen - Im Fokus: HNO-, Zervix- und Analkarzinome

Laura Fischer, Volker Heinemann

Über 80 % aller Analkarzinome, circa 25 % der HNO-Karzinome, sowie 95 % der Zervixkarzinome sind mit einer HPV-Infektion assoziiert. Dabei können HPV-Proteine als Auslöser für die maligne Transformation von physiologischem Plattenepithel in invasive Tumorzellen fungieren, wobei es durch diesen tumorigenen Mechanismus zu einer verstärkten Immunantwort kommt. Um der Immunantwort zu entgehen, exprimieren Tumorzellen verstärkt PD-L1, welches an den PD-1-Rezeptor zytotoxischer T-Zellen bindet und zu deren Inhibierung führt. Auch vor diesem Hintergrund stellt die Immuntherapie, zum Beispiel in Form der Checkpoint-Inhibition, eine aussichtsreiche Therapieoption bei Plattenepithelkarzinomen dar. Im Folgenden soll die aktuelle Studienlage zur Immuntherapie bei HNO-, Zervix- und Analkarzinomen dargestellt werden. Die Immuntherapie in Form von Checkpoint-Inhibition ist derzeit bei den dargestellten Plattenepithelkarzinomtypen nur im Bereich der HNO-Karzinome zugelassen, ausreichend belegt und etabliert. Von großer Bedeutung ist die Analyse des CP-Scores (CPS) als Selektionskriterium für Patienten, die in besonderem Maße von Checkpoint-Inhibition profitieren können. HPV-Positivität hat eine hohe prognostische Bedeutung, ein eindeutiger Zusammenhang zur Wirksamkeit von Immuntherapie ist aus Ermangelung von prospektiven
Analysen aber noch nicht zu statuieren. Die Auswahl des von einer Immuntherapie profitierenden Patientenkollektivs durch zuverlässige Biomarker ist unabdingbar – sowohl im Hinblick auf die Nutzen-Risiko-Abwägung der Behandlung vor dem Hintergrund potentieller immunogener Nebenwirkungen als auch aus dem Blickwinkel der Versorgungsforschung. Für ein besseres Verständnis der immunvermittelten Wirkung, aber auch von Resistenzen auf eine Immuntherapie, ist eine enge Verzahnung von präklinischer Forschung  und der täglichen Behandlung am Krankenbett essentiell. Zukünftige Fragestellungen sollten die synergistische Abfolge verschiedener therapeutischer Modalitäten wie Chirurgie, Strahlen-, Chemo- und Immuntherapie sowie die tiefergehende Analyse der zellulären Prozesse nach Checkpoint-Inhibition im Tumor berücksichtigen.

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Serie "Vom Biomarker zur Therapie": Der humane epidermale Wachstumsfaktor-Rezeptor 2 (HER2)

Nadia Harbeck

Der monoklonale Anti-HER2-Antikörper Trastuzumab war weltweit der erste zielgerichtete Wirkstoff, der für die Behandlung eines soliden Tumors – damals des metastasierten Mammakarzinoms – zugelassen wurde. Abgesehen von der antihormonellen Therapie bei Hormonrezeptor-positiven Tumoren kann die Anti-HER2-Therapie damit als Prototyp der personalisierten, an molekularen Eigenschaften orientierten Therapie bei soliden Tumoren betrachtet werden.

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Radiomics – ein bildgebender Biomarker mit wachsender Bedeutung für die Präzisionsonkologie

Wieland Voigt, Helmut Prosch

 

Das steigende Verständnis der Tumorbiologie hat in den letzten Jahren die Entwicklung vieler neuer zielgerichteter Medikamente ermöglicht. Mit deren Einsatz im Rahmen der modernen Präzisionstherapie steigt die Bedeutung einer detaillierten diagnostischen Charakterisierung einer Tumorerkrankung. Derzeit haben hier die molekulare Diagnostik an Gewebebiopsiematerial sowie zunehmend auch die Liquid Biopsy eine zentrale Stellung inne. Mit der wachsenden Erkenntnis über die Rolle der Tumorheterogenität gewinnen neuerdings bildgebende Verfahren an Bedeutung, da sie die Möglichkeit einer ganzheit-lichen Betrachtung der Tumorlast bieten. Durch umfassende technische Weiterentwicklung bildgebender und analytischer Verfahren sind nun Methoden zur detaillierten Extraktion funktioneller Daten aus der konventionellen Bildgebung, wie etwa ein Kontrastmittel-CT, möglich geworden. Ein besonders vielversprechender innovativer Ansatz der funktionellen Bildgebung ist Radiomics. Es wird erwartet, dass nach adäquater wissenschaftlicher Validierung und technischer Standardisierung Radiomics die Rolle eines bildgebenden Biomarkers einnehmen kann und wesentliche diagnostische Erkenntnisse für die Therapie-individualisierung liefern wird. Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, neben einer kurzen Darstellung der technischen Durchführung von Radiomics den aktuellen Forschungsstatus mit dem Schwerpunkt auf den Einsatz in der Onkologie am Beispiel des nicht kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) differenziert darzustellen. Zudem sollen besondere Herausforderungen und das Zukunftspotential im Bereich der onkologischen Anwendung skizziert werden.

 

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  • ASCO-GI: Patientenselektion bei gastrointestinalen Tumoren entscheidend

    Ine Schmale

    Im Bereich der gastrointestinalen Tumoren ziehen sich negative Phase-III-Studien durch alle Entitäten, wie sich in den Vortragssitzungen beim Gastrointestinal Cancers Symposium (ASCO GI) in San Francisco wieder gezeigt hat. Dies macht es umso wichtiger, auf die Patientenselektion für Therapien spezifischer Subgruppen zu achten und mögliche Vorsorgekonzepte zu nutzen.

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  • DKK2020: Molekulare Onkologie auf dem Vormarsch

    Mascha Pömmerl

    Wie Kongresspräsident Prof. Andreas Hochhaus, Jena, in der Eröffnungspressekonferenz zum DKK 2020 herausstellte, gibt es in der innovativen systemischen Krebsmedizin derzeit zwei wesentliche Hoffnungsträger: Zum einen die personalisierte Therapie mit zielgerichteten Medikamenten, die nach differenzierter molekularer Diagnostik zum Einsatz kommen können, zum anderen die Immunonkologie.

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  • AML mit FLT3-Mutation: neue Therapieoption im Rezidiv mit Gilteritinib

    Claudia Schöllmann

    Mit Gilteritinib steht ab sofort eine neue Behandlungsoption für erwachsene Patienten mit rezidivierter oder refraktärer (r/r) akuter myeloischer Leukämie (AML) mit mutierter FLT3-Kinase zur Verfügung. Wie auf der Launch-Pressekonferenz in München im Januar 2020 zu hören war, wurde Gilteritinib, basierend auf den Daten der Zulassungsstudie ADMIRAL, als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit r/r AML und FLT3-Mutation zugelassen. Prof. Hartmut Döhner, Ulm, sprach von einem „signifikanten Fortschritt in der Behandlung unserer Patienten“.

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  • Fortgeschrittenes HNO-Plattenepithelkarzinom - Deutliche Überlegenheit der Checkpoint-Inhibition

    Josef Gulden

    Das metastasierte oder nicht resezierbare rezidivierte Plattenepithelkarzinom des Kopf-Hals-Bereichs (HNSCC) kann seit November 2019 mit dem PD-1-
    Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab alleine oder in Kombination mit einer Chemotherapie behandelt werden. Diese Zulassung beruht auf den
    Daten der Phase-III-Studie KEYNOTE-048, in der beide Therapien sich dem lang-jährigen Standard aus Chemotherapie und dem EGFR-Antikörper Cetuximab (EXTREME) überlegen gezeigt hatten.

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Veranstaltungskalender

11.–14.06.2020, Frankfurt am Main
25th Congress of EHA (European Hematology Association)

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25.–27.06.2020, München
40. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie e. V.
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ACHTUNG: Wegen der Corona-Pandemie ist nicht sicher, ob die hier aufgelisteten Kongresse tatsächlich stattfinden werden. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig auf den Websites der jeweiligen Kongresse.


  • Schwerpunkt 60. Jahrestagung der American
    Society of Hematology (ASH) und San Antonio Breast Cancer
    Symposium

    Ab sofort stehen Ihnen sämtliche Fachartikel und Kongressberichte uneingeschränkt auch online zur Verfügung.

    Inhaltsverzeichnis