Präzise Molekulardiagnostik am Point-of-Care

Xpert® Xpress FLU/RSV und Xpert® Xpress Strep A

Zwei neue Assays von Cepheid zur schnellen patientennahen Infektionsdiagnostik ermöglichen eine rasche Differenzialdiagnose für adäquate Hygienemaßnahmen und eine zielgerichtete Therapie.

Influenza oder ILI

Während der Influenza-Saison treten verstärkt Patien­ten mit einer Influenza-ähnlichen Erkrankung (ILI = Influenza-Like-Illness) in Erscheinung. Die Symptome korrelieren jedoch nur schwach mit einer echten Influenza, da ILI auch von anderen respiratorischen Viren hervorgerufen werden kann[1]. Ein schneller Nachweis oder Ausschluss von Influenza-Viren ist deshalb erforderlich.

Diagnostika wie der Xpert® Xpress FLU/RSV sind hierfür die Methode der Wahl. Sie besitzen nicht nur eine hohe Spezifität und Sensitivität, sondern liefern auch ein schnelles Ergebnis, wodurch Überdiagnostik und Antibiotika-Einsatz reduziert sowie bei Patienten mit entsprechender Indikation eine möglichst frühzeitige antivirale Therapie ermöglicht werden kann[2]. In Kombination mit geeigneten Hygiene-Maßnahmen leistet der Test darüber hinaus einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der nosokomialen Transmissionsrate[1]. Das gilt auch für den frühzeitigen Nachweis des respiratorischen Synzytial-Virus, insbesondere bei immunschwachen Patienten, bei Patienten mit vorbestehenden Lungen­erkrankungen und in der Neo­natologie/Pädiatrie.

Die neueste Generation Xpert® Xpress Flu/RSV liefert ein positives Resultat nach 20 und ein negatives nach 30 Minuten.

Xpert® Xpress FLU/RSV ist ein Test zum differenzierten Nachweis von Influenza A- und B-Viren sowie dem respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) in noch kürzerer Zeit als die bisherige Testversion Xpert® FLU/RSV XC. Je nach Target liegen die Sensitivität und Spezifität des Testes zwischen 98 und 100%. Auf Basis der RT-PCR steht das negative Ergebnis nach 30 Minuten und ein positives Ergebnis nach 20 Minuten zur Verfügung. Der Test kann an Abstrichen aus dem Nasen-Rachenraum angewendet werden. Bisherige Studien zeigen, dass die analytische Performance beider Tests äquivalent ist[3].

Beta-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A

Xpert® Xpress Strep A ist ein schneller, hoch sensitiver Test zum Nachweis Beta-hämolysierender Streptokokken der Lancefield-Gruppe A (GAS) aus pharyngealen Abstrichen. GAS verursachen Tonsillo­pharyngitis, Scharlach, Erysipel und andere Haut- und Weichteilinfektio­nen, wobei die Tonsillopharyngitis die häufigste Manifestation der GAS-Infektion ist, besonders bei Kindern im Alter von 4–10 Jahren. Die Fälle an akuter GAS-Tonsillopharyngitis werden in Deutschland auf jährlich etwa 1–1,5 Millionen geschätzt[5]. Als purulente Folgen der Tonsillopharyngitis sind Peritonsillar- und Retropharyngeal­abszess, Otitis media, Sinusitis und Lymphadenitis colli beschrieben. Nicht purulente Spätfolgen sind akutes rheumatisches Fieber und akute Glomerulonephritis. Durch Einschwemmen des Erregers in die Blutbahn können aus jeder lokalisierten Erkrankung generalisierte Infektionen entstehen[4, 5]. Die Ursache der Infektion sollte deshalb rasch erkannt und schnellstmöglich anti­biotisch behandelt werden, um die Zeit der Kontagiösität zu verkürzen und die Wahrscheinlichkeit weiterer Folgeerkrankungen zu reduzieren. Darüber hinaus verpflichtet das Auftreten von S.-pyogenes-Infektionen im Krankenhaus zu besonderen Hygienemaßnahmen.

Die klinische Symptomatik ist unspezifisch, und das klinische Bild meist nicht eindeutig genug, um sicher zwischen einer viralen und einer bakteriellen Infektion zu unterscheiden. Ohne Diagnostik werden viele Patienten mit viraler Tonsillopharyngitis überflüssigerweise antibiotisch behandelt. Ein positiver Streptokokken-Schnelltest wie Xpert® Xpress Strep A kann die Streptokokken-Ätiologie schnell und zuverlässig abklären, da er in 20 Minuten ein Ergebnis liefert. Die Einführung des Tests ist für das 3. Quartal 2017 vorgesehen.

Literatur

[1] Ambrosch und Rockmann, J Hosp Infect 2016; 94: 143e149.
[2] Blaschke et al. J Pediatric Infect Dis Soc 2014; 3(2):112–118.
[3] Yuan et al. 27. ECCMID-Kongress, Wien, Österreich, 22.–25. April 2017; P3013.
[4] Scholz H. Pädiatrie up2date 2009; ê1 ê35 ± 47 êDOI 10.1055/s−0028−1119495.
[5] RKI Ratgeber für Ärzte, Streptococcus pyogenes-Infektionen. www.rki.de

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