Gastrointestinale Stromatumoren: Diagnostik und Therapie

Klaus Heißner, Clemens Hinterleitner, Klaus-Peter Kreißelmeier, Gellért Bakos, Hans-Georg Kopp

Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) sind die häufigsten Tumoren mesenchymalen Ursprungs im Gastrointestinaltrakt. Vermutete man 1960 noch, dass sie ihren Ursprung in den glatten Muskelzellen haben, gelten heute die sogenannten Cajal-Zellen als Ausgangszellen [1–3]. Diese Schrittmacherzellen der Peristaltik liegen natürlicherweise im Plexus myentericus. Prä­dominante Lokalisation von GIST ist der Magen (60%), gefolgt vom Dünndarm (25%). Seltene Manifestationen können u. a. im Bereich von Kolon, Rektum, Ösophagus und Mesenterium liegen [4].
Pathognomonisch für > 95% aller GIST ist die immunhistochemisch nachweisbare Expression von KIT und DOG1. Zugleich liegen in 90% aller GIST aktivierende Mutationen der Tyrosinkinaserezeptoren PDGFR-A und C-KIT vor. Die molekulare Diagnostik mit dem Nachweis spezifischer Mutationen bietet Biomarker sowohl zur Abschätzung der Prognose als auch zur Therapiesteuerung.
Die vollständige Resektion ist die einzige kurative Therapieoption. Nach Einführung von Imatinib können auch in der metastasierten Situation Überlebenszeiten von bis zu fünf Jahren erreicht werden [5, 6]. Unter Verwendung neuerer Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) nach Imatinib-Versagen werden – leider nur für die Minderheit der Patienten – Überlebenszeiten von über zehn Jahren Realität [7]. Aufgrund der Seltenheit der Tumoren und der Komplexität der Diagnostik vor Therapieeinleitung sollten alle Patienten mit Verdacht auf bzw. einem histologisch gesicherten GIST zur Zweitmeinung an einem Sarkomzentrum vorgestellt werden. Die Therapie selbst kann in der Regel heimatnah und meistens ambulant durchgeführt werden.
Zu Diagnostik und Therapie der GIST erschien 2011 eine Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) [8]. Für den europäischen Raum hat die European Society for Medical Oncology (ESMO) ihre Empfehlungen zu Dia­gnostik, Therapie und Follow-up von GIST zuletzt 2014 aktualisiert [9].

Epidemiologie und Risikofaktoren

Tumoren des Gastrointestinaltrakts (GI-Trakt) sind vorwiegend epithelialen Ursprungs. Während Magen- und kolorektale Karzinome zu den zehn häufigsten malignen Tumorerkrankungen in Deutschland gehören, ist die Inzidenz von Tumoren mesenchymalen Ursprungs dort mit ca. 1% sehr gering [10, 11]. Hiervon sind GIST die häufigste Entität. Sie machen ca. 5% aller Weichteilsarkome aus. In Europa liegt die jährliche Inzidenz von GIST um 10 pro 106 Einwohner [12]. Das mittlere Erkrankungsalter liegt zwischen 66 und 69 Jahren [13, 14]. Es gibt kein geschlechtsspezifisches Risiko [15]. Der größte Teil der GIST tritt sporadisch auf, nur eine Minderheit ist assoziiert mit hereditären Erkrankungen (z. B. Carney-Stratakis Syndrom, Neurofibromatose Typ1). Eine Ausnahme in jeder Hinsicht stellen pädiatrische GIST dar: Mädchen sind häufiger betroffen als Jungen, typisch sind multifokale GIST des Magens, C-KIT- und PDFGRA-Locus weisen keine Mutationen auf und Assoziationen mit Keimbahnmutationen von Succinatdehydrogenase-Isoenzymen werden zunehmend beschrieben.

Klinische Beschwerden, Biopsie

Beschwerden bei Erstdiagnose sind unspezifisch. Sie reichen von Dysphagie, Obstipation und rezidivierender Übelkeit mit Gewichtsverlust über Schmerzen bis hin zu gastrointestinalen Blutungen. In nahezu einem Viertel der Fälle werden GIST jedoch als Zufallsbefund bei Endoskopien, Operationen und bildgebender Diagnostik aufgrund anderer Grundleiden entdeckt.
Die histologische Sicherung mittels Biopsie ist bei Verdacht auf GIST aus zwei Gründen problematisch. Zum einen muss eine intraabdominelle Tumorzell-Aussaat verhindert werden. Damit erscheint die perkutane Punktion nur ausnahmsweise sinnvoll. Zum anderen gelingt es in einem signifikanten Anteil an Fällen nicht, die Diagnose über eine transmurale Feinnadelbiopsie im Rahmen einer Endoskopie zu sichern. Dies mag daran liegen, dass GIST von submukösen Schichten des Darmrohres ausgehen und außerdem zu ex­traluminalem Wachstum neigen. Somit sind auch relativ große Tumoren häufig von intakter Schleimhaut überzogen. Bei ca. 40% der Patienten wird daher die endgültige Diagnose erst nach vollständiger Exzision des Tumors gestellt [16]. Die präoperative histologische Sicherung eines CT-morphologisch GIST-typischen Tumors muss nicht erzwungen werden. Bei Entscheidung zur primären Resektion sollte diese jedoch unbedingt unter onkologischen Kautelen mit Vermeidung der intraoperativen Tumoreröffnung und ausreichendem Sicherheitsabstand von 1–2 cm erfolgen.

Histologie und Immunhistochemie

Da das mikroskopische Erscheinungsbild der GIST epitheloid, spindelzellig oder eine Mischung beider Formen sein kann, kommt ein breites Spektrum an Differenzialdiagnosen in Betracht. Abb. 1 und 2 illustrieren die beiden klassischen Erscheinungsformen. So können GIST lichtmikroskopisch u. a. mit Leiomyosarkomen, Schwan­nomen und Melanomen verwechselt werden.
Deshalb ist heute die immunhistochemische Analyse obligat. Diese führt mit hoher Sensitivität und Spezifität zur Diagnose: In mehr als 95% aller GIST lässt sich die Expression von C-KIT (CD117) und DOG1 (Anoctamin = ANO1) nachweisen (Abb. 3, 4). Bei unklarem Befund kommen weitere Färbungen, u. a. mit CD34 (in ca. 70% positiv) und Desmin (typischerweise nicht exprimiert) zum Einsatz. Tab. 1 gibt einen Überblick über das immunhistochemische Profil von GIST sowie typische Differenzialdiagnosen.

Abb. 1: Klassisches Beispiel für einen epitheloiden GIST. Bildquelle: Autor
Abb. 2: Klassisches Beispiel für einen spindelzelligen GIST. Bildquelle: Autor
Abb. 3: Immunhistochemischer Nachweis eines stark CD117(KIT)-positiven GIST. Bildquelle: Autor
Abb. 4: Immunhistochemischer Nachweis eines stark DOG-1(Anoctamin = ANO1)-positiven GIST. Bildquelle: Autor
Tabelle 1: Immunhistochemische Befunde von GIST und möglichen Differenzialdiagnosen nach [39]. SFT= Solitär Fibröse Tumoren. Quelle: Autor

Molekulare Diagnostik

Da GIST heute exzellent immunhistochemisch charakterisiert werden können, wird die molekulare Diagnostik in der klinischen Routine zur Diagnosestellung kaum benötigt. Bei allen Patienten, die primär nicht operabel sind oder mittels Resektion nicht geheilt werden, gehört die molekulare Charakterisierung aufgrund ihrer prädiktiven Wertigkeit jedoch zum Standard.
Spezifische Mutationen sind pro­gnostisch wie therapeutisch relevant. So sind in ca. 80% aller GIST aktivierende Mutationen im C-KIT-Gen nachweisbar, am häufigsten in Exon 9 und Exon 11. In 10% aller GIST findet man Mutationen im PDGFRA-Gen, wobei am häufigsten Exon 18 betroffen ist. In den übrigen 10% aller GIST sind C-KIT- und PDFGFA-Loci unmutiert, der Begriff „Wildtyp-GIST“ wird für diese Fälle häufig verwendet. Die Gruppe der Wildtyp-GIST ist allerdings heterogen und splittert sich molekulardiagnostisch stark auf. Abb. 5 veranschaulicht schematisch die prozentuale Verteilung der häufigsten Mutationen.

Abb. 5: Lokalisation und Häufigkeit von Mutationen des KIT und PDGFR. Adaptiert nach [40]. Stark vereinfachte schematische Darstellung der transmembranen Tyrosinkinaserezeptoren C-KIT und PDGFRA unter Angabe der Häufigkeit und Lokalisation von GIST-typischen Mutationen. Bildquelle: Autor

Pathogenese

Besonders wichtig für Pathogenese und Therapie von GIST sind die beiden homologen Tyrosinkinase-Rezeptoren KIT und PDGFR-A. Physiologisch kommt es durch Bindung des spezifischen Liganden (Stammzellfaktor SCF bzw. Platelet-derived growth factor PDGF) zur Dimerisierung der Rezeptoren mit konsekutiver Autophosphorylierung der intrazellulären Kinasedomäne und Aktivierung intrazellulärer Si­gnalwege. Die Liganden-Rezeptor-Interaktion wird u. a. für die Entwicklung von Melanozyten, Erythrozyten, Keimzellen, Mastzellen und auch von Cajal-Zellen benötigt [17]. Onkogene „gain of function“-Mutationen resultieren in einer Liganden-unabhängigen Kinaseaktivierung mit der Folge von beschleunigtem Zellwachstum und Apoptose­resistenz [18]. Seitdem dieser Pathomechanismus bekannt ist, wurden zahlreiche Tyrosinkinaseinhibitoren entwickelt. Unselektive Zytostatika haben keinen Stellenwert mehr. Damit sind die GIST ein Paradebeispiel moderner, zielgerichteter und individualisierter Krebstherapien (auf Basis der molekularpathologischen Charakterisierung, s. u.) .

Lokale Therapieverfahren bei GIST

Chirurgie

Die vollständige Resektion ist die einzige kurative Therapieoption bei GIST. Während weniger als 2 cm große Tumoren im Bereich des Magens häufig einen benignen Verlauf aufweisen und deswegen beobachtet werden können, sollte bei allen anderen Lokalisationen und > 2cm Größe reseziert werden [15, 19]. Der Goldstandard ist die offene Resektion mit einem Sicherheitsabstand von 1–2 cm unter Verzicht auf Dissektion nicht makroskopisch befallener Lymphknoten [20]. Häufig sind GIST von einer stark durchbluteten und vulnerablen Pseudokapsel umgeben. Intraoperativ darf der Tumor in situ nicht verletzt werden. Die Prognose verschlechtert sich dramatisch nach Kontamination des Operationsgebiets mit Tumorzellen [21]. Deshalb bleiben laparoskopische Operationsverfahren gut zugänglichen Lokalisationen und kleinen Tumoren vorbehalten. R1- und R2-resezierte GIST sollten immer einem Sarkomzentrum vorgestellt werden. Es ist hier eine erneute Operation vs. der unmittelbaren Einleitung einer Systemtherapie kritisch zu diskutieren. Ein standardisiertes Vorgehen ist international nicht etabliert. In jedem Fall besteht ein sehr hohes Rezidivrisiko.
Obwohl randomisierte Studien fehlen, gilt eine neoadjuvante Therapie mit Imatinib als international akzeptierter Standard, wenn primär aufgrund ihrer Größe und/oder Lokalisation nicht resektable Tumoren als sekundär resektabel eingeschätzt werden [22, 23]. Ein derartiges Konzept setzt entsprechende molekularpathologische Untersuchungen voraus. Da es sich aber in jedem Fall um einen „off-label-use“ von Imatinib handelt, empfiehlt es sich in diesem Fall immer, den Patienten an einem Sarkomzentrum vorzustellen. Üblicherweise wird sechs bis zwölf Monate vor Resektion therapiert. Evidenz-basierte Leitlinien zur perioperativen Gabe von Imatinib existieren nicht. Aufgrund der fehlenden Gefahr von Blutungen oder Wundheilungsstörungen wird jedoch empfohlen, Imatinib perioperativ ohne Pause einzunehmen [9].

Strahlentherapie

GIST gelten historisch als relativ strahlenresistent. Eine definitive Radiotherapie ist aufgrund der exzellenten Ergebnisse der Resektion daher nie getestet worden. Metastasierte GIST sind per definitionem Systemerkrankungen, sodass die Strahlentherapie nur in Ausnahmefällen supportiv zur Symptomkontrolle eingesetzt wird [24].

Systemische Therapien bei GIST

Indikation zur Sytemtherapie

Bei allen primär metastasierten und lokal inoperablen GIST besteht prinzipiell genauso die Indikation zur Einleitung einer Systemtherapie wie bei in­traoperativ eröffneten bzw. R1/R2-resezierten Tumoren.
Die Indikationsstellung zur Einleitung einer adjuvanten Therapie nach R0-Resektion ist dagegen auch heute noch eine Herausforderung. Entscheidend ist es, das Risiko eines Rezidivs möglichst sicher abschätzen zu können. Als wichtigste unabhängige Faktoren wurden identifiziert: Lokalisation, Größe und Mitose-Aktivität des Primarius. Allgemein kann man feststellen, dass GIST des Magens eine geringere Rezidivrate aufweisen als diejenigen anderer Lokalisationen. Publiziert sind Risikoklassifikationen des National Institutes of Health [25] mit deren Aktualisierung 2008 [26], sowie des Armed Forces In­stitute of Pathology [21]. In der Leitlinie der DGHO wird die Risikostratifizierung nach Miettinen angeführt [21]. Hierbei handelt es sich um die wissenschaftliche Bewertung des größten publizierten Patientenkollektivs. Tab. 2 gibt einen Überblick über das Rezidivrisiko. Allen Patienten mit mittlerem und hohem Risiko für ein Rezidiv sollte man eine adjuvante Systemtherapie anbieten [15, 19, 27]. Online verfügbare und wissenschaftlich validierte Nomogramme (z. B.: nomograms.mskcc.org/GastroIntestinal/GastroIntestinalStromalTumor.aspx) sind für einen schnellen Überblick zu empfehlen.

Tabelle 2: Risikoklassifikation zur Entwicklung eines Progresses nach Mietinnen et al.;

Erstlinien-Systemtherapie adjuvant

Die derzeit alternativlose Erstlinientherapie besteht aus Imatinib, einem TKI mit Aktivität gegen u..a. die Tyrosinkinaserezeptoren C-KIT, PDGFRA und ABL. Imatinib bindet an die ATP-Bindungsstelle der entsprechenden Rezeptoren, blockiert diese kompetitiv, hemmt so die Signalkaskade, die die dauernde Proliferation provoziert und induziert die Apoptose in der Zielzelle. Imatinib ist seit Mai 2009 für die adjuvante Therapie des GIST in Europa zugelassen. In einer Therapiestudie wurde an 713 Patienten randomisiert der adjuvante Einsatz von Imatinib gegen Placebo getestet [28]. Auch wenn sich das Gesamtüberleben in den beiden Armen nicht unterschied, zeigte sich unter Imatinib ein signifikant längeres rezidivfreies Überleben nach einem Jahr (98% vs. 83%; p < 0,001). In einer Folgestudie zeigte sich zudem unter einer dreijährigen Therapie ein signifikant längeres progressionsfreies (66% vs. 48%) wie auch Gesamtüberleben (92% vs. 82%) nach fünf Jahren [29].
Ist der GIST unter der Therapie mit Imatinib progredient, ist zunächst eine schrittweise Steigerung der Dosis auf 800 mg/d gerechtfertigt. Bei ca. jedem dritten Patienten kann man so erneut ein Ansprechen erreichen [30]. Der primäre Einsatz von 800 mg vs. 400 mg Imatinib verlängert die progressionsfreie Zeit in einer retrospektiven Auswertung nur bei Patienten mit C-KIT-Exon-9-Mutation [31]. Deshalb wird heute trotz fehlender prospektiver Daten bei diesen Patienten primär die Einnahme der doppelten Standarddosis empfohlen [32].
Molekulargenetisch lässt sich eine kleine Gruppe von GIST-Patienten mit einer Punktmutation im PDGFRA-Gen (D842V) identifizieren, die bei relativer Imatinib-Resistenz eine schlechtere Prognose hat. PDGFRA-D842V-mutierte GIST zeigten sich in kleinen Fallserien vollständig resistent gegenüber Imatinib [33]. Diese Patienten sollten immer einem Sarkomzentrum zum Einschluss in Studien vorgestellt werden. Die optimale Erstlinientherapie nicht SDH-mutierter Wildtyp-GIST bleibt Gegenstand der Diskussion und sollte interdisziplinär am Sarkomzentrum unter Berücksichtigung weiterführender molekularer Diagnostik festgelegt werden.

Systemtherapien ab der Zweitlinie

Der Multi-TKI Sunitinib wurde in einer 2006 publizierten Studie nach Therapieversagen von Imatinib randomisiert gegen Placebo getestet [34]. Die Verlängerung der medianen Zeit bis zum Progress von 1,5 auf 6,3 Monate war hoch signifikant und führte zur Zulassung. Erst seit Juli 2014 ist auch Regorafenib auf Grundlage der GRID-Studie nach Versagen von Imatinib und Sunitinib in Europa zugelassen [35]. Es handelt sich um einen Multi-TKI mit Aktivität gegen u. a. C-KIT, RET, BRAF und VEGFR1–3 [36]. Die mediane Zeit bis zum Progress war durch den Einsatz von Regorafenib gegenüber Placebo hochsignifikant von 0,9 auf 4,8 Monate verlängert.

Weitere Optionen in der Systemtherapie

Neben den zugelassenen TKI Imatinib, Sunitinib und Regorafenib sind weitere TKI effektiv gegen GIST einsetzbar. Entsprechende Therapiestudien rekrutieren weltweit. Mit Masitinib befindet sich ein neuer Kandidat zum Einsatz in der ersten oder zweiten Therapielinie sowie im adjuvanten Setting europaweit in der klinischen Testung. Bereits publizierte Daten berichten über mediane Überlebenszeiten von 41 Monaten in der First-line-Therapie in einem leider sehr kleinen Kollektiv von Patienten mit metastasierten GIST [37]. Durch den Einsatz zielgerichteter Sub­stanzen gegen Komponenten der den Tyrosinkinase-Rezeptoren nachgeschalteten intrazellulären Signalwege erhofft man sich in Zukunft, die Imatinib-Resistenz überwinden zu können [38]. Derzeit können jedoch weder die verfügbaren noch die in der Pipeline befindlichen Medikamente den nicht resektablen GIST heilen.

 

Literatur
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Prof. Dr. med. Hans-Georg Kopp


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